Georg Ludwig von Seinsheim

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Georg Ludwig von Seinsheim

Georg Ludwig von Seinsheim, der Ältere (* 26. Januar 1514 in Hohenkottenheim; † 11. Oktober 1591 in Marktbreit) war Adeliger Rat im Hochstift Würzburg und Befehlshaber der fürstbischöflichen Truppen.

Familiärer Hintergrund[Bearbeiten]

Bei Hofmeister Johann von Schwarzenberg wurde er zunächst protestantisch erzogen. Er studierte in Bamberg und 1521 in Nürnberg, wohin er nach dem Bauernkrieg auch wieder zurückkehrte. Durch seinen Onkel Christoph von Schwarzenberg kam er als Edelknabe an den bayerischen Hof von Herzog Wilhelm IV.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

1539 wurde Georg Ludwig von Seinsheim pfälzischer Landrichter. Auf dem Augsburger Reichstag lernte er Fürstbischof Melchior Zobel von Giebelstadt kennen, der ihm trotz seiner protestantischen Konfession eine Anstellung als bischöflicher Rat und Diener anbot, die er am 12. November 1549 antrat. Seit 22. Juni 1550 nahm er an den Sitzungen des Hofrates teil und war unter drei Bischöfen im Bistum Würzburg tätig. Nur mit Friedrich von Wirsberg geriet er 1572 in Konflikt, als er dem Domkapitel Undankbarkeit und Regierungsunfähigkeit vorwarf. Ein Schreiben von Dompropst Richard von der Kere und Domdechant Julius Echter von Mespelbrunn, in dem er gebeten wurde, weiterhin in hochstiftischen Diensten tätig sein zu wollen, glättete die Wogen.

Militär-Oberbefehlshaber[Bearbeiten]

Von Seinsheim wurde zum Oberbefehlshaber der fürstbischöflich-würzburgischen Truppen ernannt und 1558 auch kaiserlicher Rat. 1563 wurde er zum Oberstleutnant befördert und ein Jahr später Kreisoberst des Fränkischen Kreises. Kaiser Maximilian II. betraute ihn mit verschiedenen Missionen. Am 13. April 1576 ernannte Herzog Albrecht V. von Bayern ihn zum obersten Feldmarschall.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinzjürgen N. Reuschling: Die Regierung des Hochstifts Würzburg 1495-1642. Echter Verlag, Würzburg 1984, S. 237 ff., ISBN 3-429-00804-2
  • Kurt Andermann: „Seinsheim“ in: Neue Deutsche Biographie 24 (2010), S. 194-196 Onlinefassung