Gammertshof

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Gammertshof  
(Röttingen)  

Stadtteil: Röttingen
Postleitzahl: 97285


Gammertshof (auch: (Gagenhartshof, Ganhartzhof) war eine Ansiedlung nördlich von Röttingen.

Lage

Die einstige Ansiedlung Gammertshof lag nördlich von Röttingen am Waldrand des Herrenwaldes. Der heutige gleichnamige Hof liegt südlich davon.

Geschichte

Der Zehnt wurde durch den Vogt von Riedenheim für diese und weitere Liegenschaften erhoben. 1130 war dies Vogt Reinhard, der den gült- und zehntpflichtigen Bauern so sehr schröpfte, dass ihnen kaum genug zum Überleben blieb und diese sich deshalb an Bischof Embricho von Leiningen wandten, der den Streit schlichtete.

Am 17. Juli 1467 wurde der Gutshof von den Gebrüdern Meyer an den Röttinger Bürger H. Armbruster veräußert. Der letzte Besitzer des Hofes verkaufte 1483 den Hof für 160 Gulden an die Stadt Röttingen. Als Träger dieses Lehens des Stiftes Neumünster wurde aber nicht die Stadt, sondern der älteste Ratsherr eingetragen, bei dessen Tod die Stadt jeweils 20 Gulden als gesetzlichen Handlohn an das Stift zu entrichten hatte. 1583 hatte der Besitzer Hans Burgenberger dort eine Schäferei inne. Bei der Erbhuldigung an Fürstbischof Johann Gottfried von Aschhausen am 24. April 1619 erschien aus dem Gammertshof Wilhelm Jakob zur Leistung der schuldigen Erbpflicht.

Ende des Weilers

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Siedlung offenbar aufgegeben, denn am 25. Februar 1669 heißt es: „Demnach die Güter auf dem Gammertshof des langwierigen schwedischen Krieges wegen ganz in Ellern kommen und bis anhero öde gelegen“

Heutige Nutzung

Die einzige Flurmarkung von Gammertshof bedeckt heute den der Stadt Röttingen gehörende Gammershofwald. Der heutige Gammertshof ist wurde einige Meter südlich vom ursprünglichen Standort wieder bebaut und beherbergt einen Reiterhof für Dressurausbildung von Reitern und Pferden.

Siehe auch

Quellen

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Bodendenkmäler in Röttingen, Nr. D-6-6425-0066
  • Kurt Freudinger: Aus der Vergangenheit der Stadt Röttingen an der Tauber. A. Weltz Ochsenfurt 1954, S. 60 ff.

Weblinks