Ernst J. M. Helmreich

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Prof. Dr. Ernst Johann Michael Helmreich (* 1. Juli 1922 in München) ist Biochemiker und war Professor an der Universität Würzburg von 1968 bis 1990.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Helmreich studierte Medizin und Organische Chemie in München und promovierte 1949 in Medizin. Er habilitierte sich mit einer Arbeit über den Stoffwechsel der Fructose. 1954 ging Helmreich an die Washington University in St. Louis, wo er später auch eine Professur erhielt.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1968 erhielt Helmreich einen Ruf auf den Lehrstuhl für Physiologische Chemie an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo er 1990 emeritiert wurde.

Zusammen mit dem Biochemiker Prof. Guido Hartmann entwickelte er ab den frühen 1970er-Jahren die Idee und das Konzept für das Biozentrum, das er schließlich auch realisierte. So könne er mit Fug und Recht als „Vater des Biozentrums“ gelten, wie Universitätspräsident Alfred Forchel in der Laudatio bei der Verleihung der Ehrensenatorwürde erklärte.

Helmreich und sein Würzburger Institut gelten als prägend für die biochemische Nachkriegs-Forschung in Deutschland. Er hielt während der deutschen Teilung den Kontakt zu Forschern aus der DDR aufrecht und hatte wichtigen Anteil an der Restrukturierung der ostdeutschen Biowissenschaften nach 1989.

Wissenschaftliche Arbeit[Bearbeiten]

Helmreich hat über zahlreiche biochemische Themen gearbeitet, darunter den Wirkmechanismus der Herzglykoside, die Beziehungen von Fett- und Zuckerstoffwechsel und den Wirkmechanismus des Insulins.

Siehe auch[Bearbeiten]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]