Soldatengräber Irtenberger Wald

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Wegweiser zu den Soldatengräbern
Informationstafel Soldatengräber

Die Soldatengräber Irtenberger Wald befinden sich im Irtenberger Wald, einem südwestlich Würzburgs gelegenen unbewohnten, gemeindefreien Gebiet nahe der bayerischen Landesgrenze.

Standorte

Die vier Einzelgräber befinden sich in den Flurlagen Höhe (Waldabteilung XV 3c), Hühnerberg (zwei Gräber, Waldabt. XV 5e) und Johanniterholz (Waldabt. XIV 7b). Von den Forstwegen führen kleine Wegweiser mit der Aufschrift „1866“ und einem Deutschen Kreuz zu den Grabstätten.

Geschichte

Der 25. und 26. Juli 1866 sind ein markantes Datum für die Region im Bereich nordwestlich des Irtenberger Waldes. Die Kämpfe im Deutschen Krieg bei Helmstadt, Uettingen und Roßbrunn läuteten die Endphase der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Preußen und Österreich mit ihren Verbündeten ein. Die tapferen Bayern, von ihren Waffenbrüdern des VIII. Bundeskorps im Stich gelassen, mussten sich letztendlich der besseren Ausrüstung des Gegners beugen und nach Würzburg zurück weichen. Tage später fanden u.a. im Eisinger Pfarrhaus Friedensverhandlungen statt und am 9. September 1866 kehrten die Preußen nach kurzer Besatzungszeit Würzburg dann endgültig den Rücken.

Auf beiden Seiten gab es wiederum zahlreiche Tote zu beklagen und sie wurden in Friedhöfen, aber auch in Massen- und Einzelgräbern - über das weiträumige Kampfgebiet verstreut - zur letzten Ruhe gebettet. Auch in den Walddistrikten Neuesee und Irtenberger Wald sind einige Soldaten unter die Erde gekommen. Um das Andenken an sie weiter in Ehren zu halten, hat die Interessengemeinschaft Freundeskreis Waldbrunner Denkmäler die vier Einzelgräber der genannten Standorte in den Jahren 2000 bis 2003 wieder neu hergerichtet und die künftige Pflege übernommen.

Dank neuer Erkenntnisse aus dem Staatsarchiv Würzburg und anhand von Gefallenen- und Vermisstenlisten aus dieser Zeit konnten die bislang anonymen Gräber bis auf eines auch namentlich zugeordnet werden.

Beschreibung

„Soldatengräber, für die Gefallenen des Krieges von 1866, mit erneuerten Holzkreuzen und Grabeinfassungen, bez. 1866.“

Bildergalerie

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

Kartenausschnitt

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