Brunnen im Domkreuzgang

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Brunnen im Grashof des Domkreuzgangs

Der Brunnen im Domkreuzgang ist ein mittelalterlicher Ziehbrunnenschacht im Grashof des Kreuzgangs des Kiliansdoms.

Brunnenaufbau

Auf dem alten runden Brunnenschacht steht ein Brunnenring aus rotem Sandstein aus gotischer Zeit. Diesem wurden drei hohe achteckige Säulen beigefügt, welche ein geschweiftes Dächlein tragen. Das Dach wurde 1945 zerstört und die Säulen beschädigt. Beides wurde in der Nachkriegszeit wieder nachgebildet.

Historischer Brunnenschacht

Der Schacht reicht auf das Grundwasser der Muschelkalkbank hinab, auf welcher Dom und Neumünster errichtet wurden. Aus der selben Schicht bezieht auch der Brunnen in der Kiliansgruft sein Wasser. Laut den Forschungen zum Dombau von Helmut Schulze [1] geht der Brunnenschacht bereits auf die Zeiten des ersten Dombaus (Salvatordom) unter Bischof Berowelf (768-800) zurück. Er befand sich damals genau mittig im Hof zwischen Dom und Kloster (Bruderhof). Mit dem Zweiten Dombau in spätkarolingischer Zeit wurden die Maße des Kreuzgangs verändert, der Brunnenstandort wurde aber beibehalten.

Ehemaliger moderner Brunnen

1968 schuf Hubert Elsässer eine niedrige moderne Brunnenskulptur aus Muschelkalk. [2] Diese zierte die südöstliche Ecke des Grashofs neben der Feuerstelle für das Osterfeuer. Der moderne Brunnen wurde zwischenzeitlich wieder abgebaut.

Siehe auch

Quellen

Einzelnachweise

  1. Helmut Schulze: Der Dom zu Würzburg. Sein Werden bis zum späten Mittelalter. Eine Baugeschichte. Teil 1: Dokumentation und Interpretation. Schöningh, Würzburg 1991. S. 187f
  2. Richard Schömig (Hrsg.): Ecclesia Cathedralis. Der Dom zu Würzburg. Echter, Würzburg 1989. Abb. S. 36 (Stadtbücherei Würzburg Drk 4 Dom)

Kartenausschnitt

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