Bahnpostamt Würzburg

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Bahnpostamt 1944

Das Bahnpostamt Würzburg war ein repräsentatives Gebäude der Reichspostverwaltung in der Bismarckstraße.

Standort

Das Gebäude stand in der Bismarckstraße 23 neben dem Geschäftshaus der Portland-Zementfabrik.

Geschichte der bayerischen Bahnpost

Der Verkehrsumfang in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erforderte eine Dezentralisierung, und so entstanden parallel eine „Generaldirektion der kgl. bayerischen Staatseisenbahnen“ und eine „Direktion der kgl. bayerischen Posten und Telegraphen“. 1882 wurde das erste bayerische Bahnpostamt in München eingerichtet, das Bahnpostamt Würzburg wurde 1898, als eines von vier im Königreich Bayern, eröffnet. Ziel war, für den Brief- und Paketversand, die Schnellzugverbindungen der Bahn zu nutzen, um in eigenen Bahnpostwaggons, die an die Regelzüge angehängt wurden, die Fahrzeit zu nutzen, um die Post während der Fahrt schon vorzusortieren und damit den Zeitraum zwischen Versand und Empfang der Postsendung deutlich zu beschleunigen.

Baugeschichte

Bahnpostamt mit Blick in die Bismarckstraße, 1910

Im diesem Gebäude war das Bahnpostamt Würzburg und das Postamt Würzburg 2 einschließlich der Zeitungsexpedition untergebracht. Es wurde 1901 seiner Bestimmung übergeben. Um die Verbindung zwischen dem Ringpark und dem Postgebäude herzustellen, wurde der Quellenbach überwölbt und Treppen- und Terrassenanlagen errichtet. Nach dem Übergang der königlich-bayerischen Post an die Deutsche Reichspost im Jahr 1920 bestand das Bahnpostamt noch von 1921 bis 1928 als untergeordnete Einheit der Oberpostdirektion Würzburg. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde das Haus nur leicht beschädigt und in alter Form wieder errichtet. 1971 wurde das Amtsgebäude abgerissen.

Heutige Situation

An Stelle des ehemaligen Bahnpostamtes steht seit 1976 das Posthochhaus.

Siehe auch

Quellen

Weblinks