Zweckverband Klärschlammverwertung Main-Tauber-Aisch
Der Zweckverband Klärschlammverwertung Main-Tauber-Aisch (ZKMTA) mit Sitz in Würzburg ist ein Zusammenschluss von über 40 Kommunen aus mehreren Landkreisen zur Verwertung von Klärschlamm.
Geschichte
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Klärschlammverwertung geben einen Fahrplan für das Auslaufen der bodenbezogenen Ausbringung, einen Übergang zur Verbrennung und schließlich zur Phosphatrückgewinnung aus der Klärschlammasche vor. Am Müllheizkraftwerk Würzburg wird Abwärme genutzt, um Klärschlamm zu trocknen und anschließend mit dem sonstigen Müll verbrannt. Für die Phosphatrückgewinnung ist eine Verbrennung in eigenen Öfen erforderlich, die ursprünglich am Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt erfolgen sollte. Das Konzept wurde maßgeblich vom Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg vorangetrieben. Auf der Gründungsversammlung am 23. Juni 2025 wurde die Gründung des landkreis- und länderübergreifenden Zweckverbands zum 1. August 2025 besiegelt.
Mitglieder

Über 40 Kläranlagenbetreiber aus den bayerischen Landkreisen Würzburg, Kitzingen, Main-Spessart, Weißenburg-Gunzenhausen, Ansbach, Neustadt Aisch-Bad Windsheim, der Stadt Schweinfurt und aus dem baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis.
Der Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg (ZVAWS) hat als Mitglied im ZKMTA eine besondere Rolle, da am Müllheizkraftwerk die Klärschlammtrocknung erfolgen soll. Die Ausführung dieser Aufgabe und die langfristigen Grundlagen ihrer Zusammenarbeit haben ZKMTA und ZVAWS in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag festgehalten, der am 16. Dezember 2025 im Wenzelsaal des Würzburger Rathauses durch die Verbandsvorsitzenden Stadtbaureferent Benjamin Schneider (ZKMTA) und den Würzburger Landrat Thomas Eberth (ZVAWS) im Beisein von Oberbürgermeister Martin Heilig sowie der Geschäftsleiter Joachim Endres (ZKMTA) und Alexander Kutscher (ZVAWS) unterzeichnet wurde. [1]
Aufgaben
Die Hauptaufgabe des Zweckverbands ist es, ab 2029 den Klärschlamm seiner Mitglieder zu übernehmen, zur Trocknungsanlage zur transportieren, zu trocknen, thermisch zu verwerten und die Phosphatrückgewinnung umzusetzen.
Kontakt
Die Geschäfte des Zweckverbands leitet der Baureferent der Stadt Würzburg Benjamin Schneider.
Siehe auch
- Abwasserbehandlungsanlagen in Stadt und Landkreis Würzburg
- Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg
- Müllheizkraftwerk
Quellen und Weblinks
- DWA Mitglieder Rundbrief: „Klärschlamm Entsorgungskonzept Unterfranken“ (Juni 2025)
- Main-Post: „Neuer Zweckverband zur Klärschlammverwertung: 40 Kommunen bündeln ihre Kräfte zur Phosphor-Rückgewinnung“ (15. Juli 2025)
- Main-Post: „Pläne geändert: Millioneninvestition in Klärschlammverbrennung im GKS Schweinfurt erstmal vom Tisch“ (17. Dezember 2025)
