Wenzelsaal

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Wenzelsaal im Rathaus
Zugangstüre zum Wenzelsaal
Wenzelsaal (1952)

Der Wenzelsaal ist der historische Ratssaal im Westflügel des Würzburger Rathauses.

Lage[Bearbeiten]

Der Saal befindet sich im Obergeschoss des als Grüner Baum bezeichneten Rathaus-Westflügels neben dem Grafeneckart.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber war König Wenzel IV., der von den Stadtvätern im Jahr 1397 aufwändig bewirtet wurde. Der König versprach der Stadt die Reichsunmittelbarkeit, widerrief dieses Versprechen aber, kaum dass er Würzburg verlassen hatte. An dieses Ereignis erinnert an der Eingangstür eine Darstellung des Reichsadlers mit einem zerbrochenen Zepter als Symbol der gescheiterten Freiheitsbestrebungen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der zweischiffige Wenzelsaal mit einer Grundfläche von 9,50 auf 12,30 Metern zählt zu einen der wenigen und gut erhaltenen romanischen Profanräume in Deutschland. 1336 wurde der Saal mit Wandmalereien ausgestattet, die aus Wappenfriesen und Feldern mit Teppichmusterung bestanden. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der Saal um den fassadenprägenden Erker erweitert.

In der Bombennacht des 16. März 1945 wurden die im 16. Jahrhundert durchgeführten Erweiterungen über dem Wenzelsaal vollständig zerstört. Dadurch wurde auch der Wenzelsaal in Mitleidenschaft gezogen und musste 1950 renoviert werden. Im Jahr 2003 wurde der Saal aufwändig saniert und restauriert.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Der Saal wird heute von der Stadtverwaltung zu offiziellen Empfängen oder als Trauzimmer genutzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elmar Hahn, Peter Schreiber: Würzburg - Perspektiven einer Stadt. Veitshöchheim 1990, S. 28, ISBN 3-0902214-2-3

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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