Werner Ikenberg

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Werner Ikenberg (* 7. Januar 1927 in Würzburg; † 27. Juni 1996 ebenda) leitete drei Würzburger Gymnasien und war Ministerialbeauftrager für Unterfranken.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ikenberg wuchs in einer alteingesessenen und angesehenen Arztfamilie in Heidingsfeld unter dem Verfolgungsdruck als „Halbjude“ („Mischling 1. Grades“ – so der Bürokratenjargon der Nazis) auf. 1943 wurde er von seiner Schule, dem Alten Gymnasium in Würzburg, verwiesen, war dann als Hilfsarbeiter in der Karosseriefabrik Voll tätig und wurde 1944 ins Zwangsarbeitslager der Organisation Todt in Rositz (Thüringen) eingewiesen. Auf dem Marsch zum KZ Flossenbürg wurde er durch US-Truppen befreit und kehrte Ende April 1945 mit dem Fahrrad nach Heidingsfeld heim.

Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte Ikenberg von 1946 bis 1949 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und in Lausanne Neuere Sprachen. Ab 1951 unterrichtete er an der Würzburger Oberrealschule, dem heutigen Röntgen-Gymnasium. 1957 arbeitete er als Hilfsreferent für moderne Fremdsprachen des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, kehrte 1962 auf eigenen Wunsch an die Oberrealschule zurück und wurde Seminarlehrer für Französisch. Von 1966 bis 1968 wirkte er als Oberstudienrat im Hochschuldienst an der Universität Würzburg. 1968 führte Ikenberg sein beruflicher Weg ein zweites Mal nach München, diesmal, um als Referent im Kultusministerium für die Gründung der Fachoberschulen in Bayern Pionierarbeit zu leisten.

Schulleiter in Würzburg[Bearbeiten]

Ikenberg war als Oberstudiendirektor zunächst Schulleiter am Röntgen-Gymnasium von 1970 bis 1973, dann Gründungsdirektor im Friedrich-Koenig-Gymnasium und anschließend ab 1974 Direktor des Wirsberg-Gymnasiums.

Ministerialbeauftragter[Bearbeiten]

Als leitender Oberstudiendirektor wechselte er in die staatliche Schulaufsicht und war als Ministerialbeauftragter für alle Gymnasien im Regierungsbezirk Unterfranken zuständig.

Grab von Werner Ikenberg

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Werner Ikenberg fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof im Würzburger Stadtbezirk Heidingsfeld.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]