Wartturm Bieberehren

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Wartturm Bieberehren Südwestansicht

Der ehemalige Wartturm Bieberehren ist eine Turmruine oberhalb von Bieberehren.

Lage

Die als Baudenkmal ausgewiesene Turmruine liegt auf einem Bergsporn des Turmbergs (ugs. Dure) zwischen Tauber und Gollach an der Straße von Bieberehren nach Buch. Der Kulturweg Bieberehren: „Bieberehrener BilderBuch“ führt am Turm vorbei. Das angrenzende Gelände mit einer Wetterschutzhütte wird auch für Veranstaltungen genutzt. [1]

Geschichte

Die Rundturmruine mit Resten der Befestigungsmauer besteht aus Bruchsteinen und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Im Bereich des spätmittelalterlichen Wartturms befinden sich eine Abschnittsbefestigung vor- und frühgeschichtlicher oder mittelalterlicher Zeitstellung, Höhensiedlung des Jungneolithikums, der Urnenfelderzeit und der Hallstattzeit sowie archäologische Befunde.

Baubeschreibung

Die Turmhöhe beträgt ca. 7 m, der Durchmesser 2,7 m und die Mauerstärke ca. 0,8 m. Der alte Eingang in 3,6 m Höhe hat die Maße 1,3 m x 0,5 m, der neue Eingang in 0,8 m Höhe misst 1 m x 0,5 m. Der Turm ist nicht begehbar.

Sage

Im Bauernkrieg 1525 kam der Tauberhaufen auf dem Zug nach Würzburg am Wartturm vorbei, überfiel die Burg und nahm sie ein. Die Gemahlin des Ritters wurde verschont und durfte mitnehmen, was eine Erdbutte [2] fassen konnte. Darin trug sie Ihren Gemahl und sein Lieblingshündlein hinunter ins Tal und versteckte beide in einem alten Weidenstock an der Tauber. Die Bauern suchten vergebens auf der Burg nach dem Ritter. Als sie zum Fischfang an die Steinach kamen, bellte sie das Hündlein an. Die Bauern erstachen den Ritter und ließen ihn im Baume stecken. An der Stätte des Mordes steht heute ein Sühnekreuz.

Bildergalerie

Siehe auch

Quellen

Weblinks

Anmerkungen

  1. Das erste Dure Festival sollte 2022 ursprünglich dort stattfinden, wurde jedoch wegen Waldbrandgefahr auf den Gänswasen verlegt. Der Name „Dure“ wurde beibehalten.
  2. Eine Erdbutte ist ein historisches Rückentragegefäß, das in Weinbergen verwendet wurde. Im Gegensatz zu den traditionellen Butten zum Traubentransport diente sie speziell dazu, abgeschwemmte Erde und Mutterboden mühsam wieder den Weinberg hinaufzutragen.

Kartenausschnitt

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