Theodor Drey

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Gedenktafel an der SPD-Geschäftsstelle

Theodor Drey (* 27. Februar 1874 bei Posen; † 30. November 1949) war Schreiner und Parteisekretär der SPD Unterfranken von 1925 bis 1933 und aktiver Widerstandskämpfer im Dritten Reich.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Der junge Drey erlernte das Schreinerhandwerk von seinem Vater. Nach verschiedenen Tätigkeiten in Ostdeutschland und dem Wehrdienst im Ersten Weltkrieg, wurde er Betriebsleiter eines holzbearbeitenden Betriebs in Nürnberg.

Parteipolitische Laufbahn[Bearbeiten]

Bereits 1925 wurde er Parteisekretär der SPD im Bezirk Unterfranken und Redakteur beim Fränkischen Volksfreund in der Semmelstraße 46. Als 1933 die SPD aufgelöst wird, wird der Widerstandspolitiker inhaftiert und seine Familie erhält eine Räumungsklage. Zwischen 1933 und 1936 sitzt er unter anderem in der JVA Ebrach und dnach drei Jahre im KZ Dachau ein. Während kurzer Hafturlaube engagiert er sich in der örtlichen Widerstandsgruppe und verteilt Flugblätter. Nach dem Zweiten Weltkrieg kooperiert er mit der amerikanischen Militärregierung und ist als öffentlicher Ankläger bei Entnazifizierungsverfahren tätig. Aufgrund der jahrelangen Haft geschwächt, verstirbt er 1949 an einem Herzleiden.

Gedenktafel[Bearbeiten]

  • 1994 wird auf Initiative von Oswald Weber die Gedenktafel in der Semmelstraße angebracht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Franziska Hauck: Zum Gedächtnis. Gedenktafeln der Würzburger Innenstadt. 2010, S. 45 f.