Sophienschule

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Die Sophienschule war von 1900 bis zum 1937 eine private höhere Lehranstalt für Mädchen.

Trägerschaft[Bearbeiten]

Träger der Bildungseinrichtung war der Sophienschulverein Würzburg e.V.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist die Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph von Bayern, Prinzessin Sophie Friederike Dorothea Wilhelmine, spätere Erzherzogin von Österreich.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Sophienschule befand sich von Beginn an in der Bergmeistergasse 9. 1903 erwarb der Sophienschulverein das Gebäude der bis 1902 dort beheimateten ehemaligen orthopädischen Klinik von Prof. Dr. Albert Hoffa in der Sieboldstraße 10 und nutzte es nach umfassendem Umbau als Schulgebäude.

Lernangebot[Bearbeiten]

Die Schule, an deren Spitze ein Schulvorstand aus unterschiedlichen Ständevertretungen stand, war eine höhere Mädchenschule auf simultaner Grundlage mit angegliederten Kursen, die in sechs Jahrgangsstufen junge Mädchen zur Reifeprüfung eines Realgymnasiums führen sollte. Das Angebot der Lehranstalt gliederte sich in drei Schulzweige, Lyzeum, Humanistisches Gymnasium und Frauenschule. Ab 1922 wurden in privaten Kursen an der Frauenschule auch Erzieherinnen ausgebildet. Neben der praktischen Arbeit in Säuglingsheimen und Kindergärten sowie der theoretischen Schulung in Pädagogik, Psychologie und Kindergartenlehre, gehörte zur Ausbildung der Erzieherinnen auch Fremdsprachenunterricht in Englisch und Französisch. Aus den privaten Erzieherinnenkursen erwuchs 1931 ein zweijähriges Kindergärtnerinnen-Seminar, das neben Kindergärtnerinnen auch Hortnerinnen ausbildete.

Ende des Schulbetriebs[Bearbeiten]

Die Schule wurde von den Nationalsozialisten 1937 geschlossen und als Städtische höhere Lehranstalt für Mädchen, ab 1941 als Mozartschule wieder eröffnet. Das Kindergärtnerinnen-Seminar wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht weitergeführt.

Berühmte Schülerinnen[Bearbeiten]

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Das Gelände der ehemaligen Mädchenschule ist heute der nördliche Teil des Verwaltungsgebäudes der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]