Rangierbahnhof Würzburg

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Der Rangierbahnhof Würzburg war eines der großen Frachtumschlagszentren für Güterverkehr in Nordbayern mit direktem Industriegleisanschluss zum Neuen Hafen und ins Gewerbegebiet Veitshöchheimer Straße.

Lage[Bearbeiten]

Die Gleisanlagen des Rangierbahnhofs reichten vom Bahnhof Veitshöchheim im Norden bis in die südliche Dürrbachau. Der Hauptbahnhof war mit fünf Parallelgleisen angebunden.

Ende des Rangierverkehrs[Bearbeiten]

Aufgrund stark sinkendem Frachtaufkommen im konventionellen Güterverkehr, der Konzentration auf den Containververkehr und der Umstrukturierung der Deutschen Bahn AG wurde der Rangierbahnhof am 6. Februar 2005 in seiner ursprünglichen Funktion stillgelegt. Zum letzten Mal wurden ab 15.00 Uhr genau fünf Züge über den Ablaufberg gedrückt. Vom ehemaligen Rangierbahnhof blieben lediglich ein paar wenige Gleise erhalten, alles andere ist von Railion zum Güterzugfahrplanwechsel abbestellt worden.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Die verbliebenen Teile der Gleisanlagen werden weiterhin für betriebstechnische Abläufe oder als Abstellgleise genutzt. Deshalb wurden dort auch rund 19 Millionen Euro in ein neues elektronisches Stellwerk investiert, das 2010 die rund 80 Jahre alten Anlagen ersetzte. In diesem Zusammenhang wurden auch rund 60 Signalmasten mittels Lastenhubschrauber ausgetauscht. 2014 wurden insgesamt zehn Weichen ausgetauscht und die bisherigen Schwellen aus Holz durch Betonteile ersetzt. Parallel baute die Bahn 2.300 Tonnen neuen Schotter ein, das entspricht fast 200 großen LKW-Containern. Dazu kamen 700 Meter neue Schienen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Würzburger Rangierbahnhof: Signale kommen mit dem Hubschrauber, in: Bahn aktuell, Ausgabe vom 27. September 2009

Weblinks[Bearbeiten]