Mikwe (Gaukönigshofen)

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Mikwe nach der Renovierung 1988

Die ehemalige Mikwe ist ein Baudenkmal in Gaukönigshofen und gehört heute zur Jüdischen Gedenkstätte.

Geschichte[Bearbeiten]

Jüdische Frauen unterziehen sich einmal im Monat einer rituellen Waschung in der sogenannten Mikwe (Tauchbad). Die Mikwen befinden sich in der Regel in Kellern, um den vorgeschriebenen natürlichen (Grund)Wasserstand zu haben. Auch in der Synagoge in Gaukönigshofen befindet sich eine solche Kellermikwe (sie wurde bei der Instandsetzung 1988 entdeckt und ist aufgrund der erfolgten Baumaßnahmen heute nur über die Toiletten zugänglich). Dennoch baute die Gemeinde im Jahr 1819 auf einem quellenreichen Grundstück in der Nähe für 900 Gulden ein für die Zeit vorbildliches Tauchbad (es ist nach der Renovierung im Jahr 1988, bei der die vorhandenen Wandbemalungen entfernt wurde, für die Öffentlichkeit zugänglich). Dass die zu dieser Zeit arme jüdische Gemeinde selbst diese recht hohe Summe aufbrachte, erscheint unwahrscheinlich. Vermutlich hat sie der reiche „Sohn“ der Gemeinde Jakob von Hirsch auf Gereuth, ähnlich wie später auch eine Armenstiftung, der Heimatgemeinde gestiftet.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Ehemaliges jüdisches Ritualbad Mikwe, kleiner erdgeschossiger, Traufseitbau, modern bezeichnet 1819. Das Gebäude blieb im Zweiten Weltkrieg unzerstört.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Gaukönigshofen, Nr. D-6-79-134-96
  • Thomas Michel: Ein Streifzug durch die jüdische Geschichte von Gaukönigshofen. In: 741 - 1991. 1250 Jahre Gaukönigshofen. Gemeinde Gaukönigshofen (Hrsg.), S. 54 ff. (Stadtbücherei Würzburg Dem Gau) (Veröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis der Gemeinde Gaukönigshofen.)

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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