Merowech

Aus WürzburgWiki
Zur Navigation springenZur Suche springen
Merowech

Merowech (* um 410; † 456) gilt als Stammvater der Merowinger und war fränkischer Fürst.

Familiäre Zusammenhänge

Merowech war Vater von Childerich I. (* um 436; † 481) und Großvater des ersten christlichen Frankenkönigs Chlodwig.

Fränkische Frühgeschichte

Das Volk der Franken war ein Verband mehrerer Kleinstämme. Aus ihrem Herrschaftsbereich, rechtsrheinischen Gebieten in den heutigen Niederlanden und Nordwestdeutschland, drangen die Franken immer wieder über den Rhein nach Gallien auf das Gebiet des Römischen Reiches vor. 358 wurde der Stamm der Salfranken besiegt, in Nordbrabant angesiedelt, als Puffer gegen „wilde“ Germanenstämme im Norden und als Föderaten den Römern zum Heeresdienst verpflichtet. In der Folgezeit dehnten die salischen Franken ihr Siedlungsgebiet in Nordgallien stetig aus.

Leben und Wirken

Merowech diente als einer der salischen Frankenhäuptlinge in der römischen Armee und zeichnete sich in den Kämpfen gegen Attila und die Hunnen aus. Zwar war er nicht der eigentliche Kommandant der Truppen, doch genügten sein Prestige und seine Fähigkeiten, dass er als Herrscher der Franken anerkannt wurde. Deshalb gilt er als der Stammvater der späteren Frankenkönige aus dem Geschlecht der Merowinger.

Sage

Nach einer Erzählung in der Fredegar-Chronik begegnete Chlodios Frau, als sie sich zum Baden ans Meer begab, einem Meeresungeheuer, das dem Quinotaurus aus der griechischen Mythologie ähnlich sah, bevor sie Merowech gebar. Unklar ist, ob das Ungeheuer selbst der Vater Merowechs war oder die Begegnung nur ein Vorzeichen und Chlodio sein Vater war - die Quelle lässt dies ausdrücklich offen.

Nachfahren

Childerich I. führte das Werk seines Vaters fort und legte durch Unterwerfung anderer salischer Stämme die Grundlage für ein starkes Reich.

Siehe auch

Literatur

  • Felix Dahn: "Meroweus I., Frankenkönig" in: Allgemeine Deutsche Biographie 21 (1885), S. 453-454 unter Meroweus I.

Weblinks