Heiliger Megingoz

Aus WürzburgWiki
(Weitergeleitet von Megingoz)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bischof Megingoz
Die Wappen von Megingoz. Mittig das Wappen der Mattonen.
Sarg von Bischof Megingoz in der Kiliansgruft des Neumünsters

Der Heilige Megingaud bzw. Megingoz oder Meingold (* 710 in Franken; † 26. September 783 in Neustadt am Main) war nach Burkard in der Zeit von 754 (Januar bis März) bis 769 (Januar bis März) der zweite Bischof von Würzburg. Es wird vermutet, dass er der begüterten ostfränkischen Familie der Mattonen angehörte. Laut Lorenz Fries war er Graf von Rothenburg ob der Tauber (Zuschreibung erfolgte im 16. Jahrhundert).

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Er trat als Mönch ins Kloster Fritzlar ein und knüpfte dort Kontakt zu Abt Bonifatius und dessen Nachfolger Lullus. Ab 742 war er Abt der Klosterzelle Rorlach und erbaute ein Kloster an der alten Statt im Tal von Neustadt am Main.

Bischof von Würzburg[Bearbeiten]

Als Burkard im Jahre 754 als Bischof von Würzburg abdankte, wurde Megingoz von König Pippin dem Jüngeren zu seinem Nachfolger ernannt und von Bonifatius zum zweiten Bischof von Würzburg geweiht. Wie sein Vorgänger beteiligte er sich an den Geschäften des fränkischen Reiches und war oft Teilnehmer auf Reichsversammlungen und Synoden. Im Jahre 755 weihte er die Krypta des Neumünsters in Würzburg.

„Unter ihm gewann die Kirche von Würzburg nicht bloß geistigen Zuwachs, sondern auch zeitliche Güter. Viele Adelige vermachten einen Teil ihres Besitztums an die Kirche. Dem frommen Bischof war die Obsorge über dies zeitliche Gut eine unerträgliche Last. Er hatte selbst immer in klösterlicher Armut gelebt und fürchtete die Gefahren des Reichtums. Dabei war er voll Milde und Nachsicht gegen die ihm untergebenen Kanoniker, bis auf einem höheren Fuße lebten. Sein Verlangen nach der Armut und Einsamkeit des Klosters wurde mit jedem Jahre größer. Diesem Verlangen nachgebend wendete er sich an den Papst Hadrian I. mit der Bitte, dass das Bistum ihm abgenommen und einem Andern übertragen werde.“ [1]

Megingoz legte sehr großen Wert auf die praktische Seelsorge

Mönch in Neustadt/Main[Bearbeiten]

Anfang 769 trat er von seinem Bischofsamt zurück und gründete 772 ein neues Benediktinerkloster an der „neuen Statt“, dem heutigen Neustadt am Main. Das Kloster wurde zu einer Keimzelle christlicher Bildung und gottgefälligen Lebens für ganz Franken und erfreute sich großen Zulaufs geistlicher Herren und Mitbrüder. Ab 781 war er Abt des Klosters bis zu seinem Tod.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Nach seinem Tod wurde er 795 durch Bischof Berowelf nach Würzburg überführt und im Salvatordom, dem heutigen Neumünster, beigesetzt. Im 14. Jahrhundert stand der Sarkophag dort unter der Stiege der Orgel. 1711 wurde er in die Kiliansgruft unter dem Neumünster überführt. [2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quelle: BAVARIA SANCTA - Leben der Heiligen und Seligen des Bayerlandes zur Belehrung und Erbauung für das christliche Volk. Bearbeitet von Dr. Modestus Jocham, Professor der Theologie und erzbischöflicher geistlicher Rat - Mit Gutheißung des hochwürdigsten Erzbischöflichen Ordinariats München - Freising 1861 [1]
  2. Inschrift auf dem Sarkophag des Heiligen Megingaud auf Spessarprojekt.de


Vorgänger Amt Nachfolger
Burkard Bischof
754 - 769
Berowelf