Heiliger Bonifatius

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Hl. Bonifatius (Gemälde von Alfred Rethel 1832)

Der Heilige Bonifatius (* um 673 in der Grafschaft Devonshire; † 5. Juni 754 bei Dokkum in den Niederlanden) war Glaubensbote in Deutschland, Märtyrer und gründete das Bistum Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bonifatius wurde als Wynfreth im westlichen Südengland als Sproß einer vornehmen Familie geboren. In Nursling legte er als Benediktinermönch das Gelübde ab. Mit 30 Jahren wurde Wynfreth Priester und zunächst Lehrer für Grammatik und Dichtung; er verfasste Bibelauslegungen, die erste englische Grammatik der lateinischen Sprache und viele Gedichte. Bischof Daniel von Winchester sandte Wynfreth im Herbst 718 nach Rom, wo er von Papst Gregor II. beauftragt wurde, als Heidenapostel den deutschen Völkern das Evangelium zu verkünden; der Tag der Weihe war der 15. Mai 719; Wynfreth erhielt den Namen des Heiligen des Vortages, Bonifatius. Er reiste dann zunächst nach Bayern, dann nach Thüringen.

Bistumsgründung in Deutschland[Bearbeiten]

722 rief ihn der Papst nach Rom, weihte ihn zum Missionsbischof, beauftragte ihn, die Kirche in Germanien zu ordnen, insbesondere die arianischen und iroschottischen Gemeinden in die römische Kirche einzugliedern, und stattete ihn mit Empfehlungsschreiben an alle Fürsten und Bischöfe aus. Er gründete zahlreiche Kirchen und Klöster, so auch in Ochsenfurt. Nun begann er seine Missionstätigkeit auch in Bayern und Sachsen, unter anderen reorganisierte er 739 die Bistümer Salzburg, Passau, Regensburg und Freising und gründete im Jahre 741 das Bistum Würzburg. Als seine besonderen Mitarbeiter werden u.a. Burkard, Megingaud und Lioba genannt. Als ersten Bischof von Würzburg weiht er Burkard im Jahre 742 und im Jahr 754 dessen Nachfolger Megingaud.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

  • Sein Ehrenname „Apostel der Deutschen“ bezeichnet weniger den Missionar als den Organisator Bonifatius. Er galt früher auch als Frankenapostel [1].
  • Das bisher in den deutschen Diözesen unterschiedlich begangene Gedächtnis des hl. Bonifatius ist 2005 einheitlich für alle deutschen Diözesen in den Rang eines Festes erhoben worden.

St. Bonifatius - Kirchen im Landkreis Würzburg[Bearbeiten]

Patrozinium[Bearbeiten]

Gedenktag ist der 5. Juni, die Kanonisierung erfolgte 1855.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Büttner: Verehrung der heiligen Apostel des Frankenlandes Kilian, Kolonat und Totnan, Bonifacius und Burkardus. Ein Gedenkstein zum Gedächtnißmale unserer heiligen Apostel. 2. Aufl., Verlag der St. Kiliansbruderschaft (Druck: M. Walz'sche Buchdruckerei), Würzburg 1856

Weblinks[Bearbeiten]