Matthias von Lexer

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Prof. Matthias Ritter von Lexer

Prof. Dr. Matthias Lexer, ab 1885 (Ritter) von Lexer (* 18. Oktober 1830 in Liesing/Kärnten; † 16. April 1892 in Nürnberg) war Germanist und Lexikograph.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach einer Gymnasialausbildung, die er 1851 mit der Reifeprüfung abschloss, begann Lexer in Graz Rechtswissenschaften zu studieren. Nach kurzer Zeit wechselte er jedoch über zur Deutschen Philologie, in deren Rahmen er den dialektalen Wortschatz Kärntens zu untersuchen begann. 1855 erhielt er das Staatsexamen für das höhere Lehramt in Wien und arbeitete bis 1857 als Referendar für Deutsch, Geschichte und Geographie am deutschen Gymnasium in Krakau, um danach in Berlin seine Ausbildung fortzusetzen. 1860 promovierte er an der Universität Erlangen unter Vorlage seines mittlerweile fertiggestellten Kärntischen Wörterbuchs.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1863 begann Lexer als außerordentlicher Professor an der Universität Freiburg im Breisgau zu arbeiten, wo am 22. Mai 1867 sein Sohn, der spätere Königsberger Chirurg Erich Lexer [1], geboren wurde. 1868 nahm Matthias von Lexer eine Professur der Julius-Maximilians-Universität Würzburg an, an der er zwei Jahre später auch in den Senat gewählt wurde. Ab 1873 baute er das erste Institut für deutsche Philologie in Bayern auf. 1891 wechselte er an die Universität München.

Publikationen[Bearbeiten]

Ab 1868 widmete sich Lexer auch der Erstellung seines Mittelhochdeutschen Handwörterbuchs, das 1878 in drei Bänden veröffentlicht wurde. 1879 erschien schließlich die erste Auflage seines Mittelhochdeutschen Taschenwörterbuchs, sechs Jahre später dessen dritte als Ausgabe letzter Hand. In den Jahren zwischen 1881 und 1889 arbeitete Lexer an der Fortführung des Deutschen Wörterbuchs der Brüder Grimm mit, von 1882 bis 1886 edierte er außerdem die Baierische Chronik von Johannes Aventinus.

Rektor der Universität[Bearbeiten]

Von 1876 bis 1877 und von 1889 bis 1890 war Lexer Rektor der Universität Würzburg.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Gelehrtentafel Haugerring 2

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Heidrun Alzheimer, Volkskunde in Bayern - Ein biobibliographisches Lexikon der Vorläufer, Förderer und einstigen Fachvertreter, Würzburg 1991, S. 159 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andreas Mettenleiter: Selbstzeugnisse, Erinnerungen, Tagebücher und Briefe deutschsprachiger Ärzte. Nachträge und Ergänzungen. Würzburger medizinistorische Mitteilungen 19 (2000), S. 459-524; S. 493a

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