Kohlpforte

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Kohlpforte von außen (Bleistiftzeichnung von Franz Seberich 1945)

Die Kohlpforte war ein Teil der mittelalterlichen Stadtmauer längs des Mains.

Lage

Die Kohlpforte lag ca. 90 Meter nördlich des Mühltors in der mittelalterlichen Stadtmauer, die sich am rechten Mainufer entlang des Flusses hinzog.

Geschichte

Die Kohlpforte war ein Gegenstück zum Mühl- und Holztor und verband die Holzlege am Mainufer mit der Kärrnergasse. Ebenso wie das Holztor diente sie dem Verkehr der Kärrner zum Mainufer. Hier konnten die Kärrner ihre Fahrzeuge abstellen und Holz laden. Die Pferde konnten durch die Kohlpforte geführt werden.

Offenbar wurde sie im 15. Jahrhundert, ebenso wie die anderen Pforten, vermauert, denn 1487 [1] wurde beschlossen, „kolpfortlin wider aufthun und offen (zu) lassen, wann (da) man des nicht wol entberen mag.“ Es ist davon auszugehen, dass die Kärrner sich beschwert hatten und deswegen die Pforte wieder geöffnet wurde.

Nach dem Grumbacheinfall wurde die Kohlpforte 1563 endgültig zugemauert, da sie von da an aus den Quellen verschwindet; an die Stadtmauer wurde an dieser Stelle das Haus Kärrnergasse 13 gebaut.

Baubeschreibung

Die Breite der Pforte betrug etwa 2 Meter.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Einzelnachweise

  1. Ratsprotokoll 1487 f. 144