Kirche im Studienkolleg St. Benedikt

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Die Kirche im Studienkolleg St Benedikt diente den Kollegsteilnehmern, in Würzburg lebenden Benediktinermönchen und der näheren Bevölkerung als Gotteshaus.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die Kirche war dem Heiligen Benedikt von Nursia (* um 480 in Nursia; † 21. März 547 (oder gegen 560 [?]) im Kloster Montecassino) geweiht. Er war Einsiedler, Ordensgründer des Benediktinerordens und Abt im Kloster Montecassino. Er wird als „Vater des abendländischen Mönchtums“ bezeichnet. Gedenktag ist der 11. Juli.

Geschichte[Bearbeiten]

Mit dem Neubau des Studienkollegs nach Plänen von Albert Boßlet unter Bauausführung von Adalbert Modler in den Jahren 1927 bis 1928 wurde auch ein Gotteshaus integriert. Die Konsekration durch Bischof Matthias Ehrenfried fand am 18. November 1828 statt. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde die Kirche stark beschädigt und 1948 wieder aufgebaut. Eine umfangreiche Innen- und Außenrenovierung, einschließlich einer Umgestaltung des Altarraums fand 1990 statt.

Innenraum[Bearbeiten]

Die künstlerische Gestaltung des Kirchenraumes übernahmen größtenteils die Werkstätten der Abtei Münsterschwarzach. Altar und Ambo waren aus Holz gefertigt, hinter dem Altarkreuz war die Heiligste Dreifaltigkeit aus Holz nach Entwürfen von Pater Bonifaz Nüdling dargestellt. An der linken Stirnseite hing eine Holzplastik von Maria mit Kind, die ursprünglich für eine Kapelle in Unterpleichfeld bestimmt war. Im Vorraum der Kirche befand sich eine Kapelle zu Ehren der Schmerzhaften Muttergottes (im Volksmund „Schwarze Kapelle“ genannt), deren Ausgestaltung ebenfalls durch die Kunstwerkstätten Münsterschwarzach erfolgte.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Nach dem Gebäudeverkauf durch die Abtei Münsterschwarzach an die Fa. Riedel-Bau, fand die letzte Messfeier am Vorabend des dritten Adventssonntags 2010 statt. Anschließend wurde die Kirche profaniert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Wehner (Bearb.): Realschematismus der Diözese Würzburg. Dekanat Würzburg-Stadt, 1992, S. 141

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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