Kiliansbruderschaft

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Die Kiliansbruderschaft war ein religiöser Verein zunächst nur für Kleriker, später von Männern und Jünglingen, Frauen und Jungfrauen am Würzburger Neumünster.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist der Heilige Kilian, Bistumspatron der Diözese Würzburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Klerikalbruderschaft[Bearbeiten]

Im Mittelalter wurden die Mitglieder des Domkapitels als Kiliansbrüder bezeichnet. Zunächst wurde die Bruderschaft von Fürstbischof Christoph Franz von Hutten für Diözesanpriester errichtet, 1729 durch Papst Benedikt VIII. bestätigt und mit großen Ablässen beschenkt. Die Bruderschaft veröffentlichte ab 1732 Fachbücher und Chroniken zu Konzilen.

Laienbruderschaft[Bearbeiten]

Die Laienbruderschaft wurde 1851 zur Verehrung der Frankenapostel Kilian, Kolonat, Totnan, Bonifatius und Burkard am Grab der Bistumsheiligen im Neumünster errichtet und im Jahr 1876 erneuert. Die von der Würzburger Kiliansbruderschaft mitgeförderte Schaumesse entwickelte sich zu dem, was heute als Kiliani-Volksfest bekannt ist.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Xaver Himmelstein, Reihenfolge der Bischöfe von Würzburg, Eine Festgabe zur Feier des 1100. Jubiläums, Würzburg 1843, S. 176
  • Dieter J. Weiss (Hrsg.), Barock in Franken, J. H. Röll, Dettelbach, 2004, S. 179
  • Wolfgang Brückner: Kirchlich geprägte Lebensstile im 19. und 20. Jahrhundert (1840-1950). In: Unterfränkische Geschichte. Hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günther Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 107-148; S. 128 f.