Karthaus-Kaserne

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Die Karthaus-Kaserne (auch: Gardistenbau) stand in der Kapuzinerstraße 8.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kaserne wurde zwischen 1775 und 1777 als militärische Unterkunft von Johann Michael Fischer für Husaren und Gardisten der fürstbischöflich-würzburgischen Armee errichtet.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber war die nahe gelegene Kartause Engelgarten. Das Gebäude wurde aber auch als Gardistenbau bzw. Husarenkaserne bezeichnet.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Der militärische Zweckbau war eine zweigeschossige Dreiflügelanlage mit dem dreigeschossigen Mittelpavillon und einem Mansarddach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kasernenruine im Jahr 1958 zu Gunsten eines Sportplatzneubaus für das Siebold-Gymnasium beseitigt.

Nachnutzung[Bearbeiten]

Die ehemalige fürstbischöfliche Husarenkaserne diente während der Anwesenheit des Hofes als Hofstallung [1]. Die Gebäude dienten älterem Hofdienstpersonale und anderen Familien als Wohnung. Die Hofreitschule wurde längere Zeit vom Universitätsstallmeister und der Artillerie benützt, welch letztere auch die Stallungen mit ihren Pferden belegt hatte. Einige Jahre stand das Gebäude leer, danach diente es, infolge der herrschenden Wohnungsnot, Wohhnungszwecken. Auch eine Reitschule hatte im Annwesen Quartier bezogen.

Widmung[Bearbeiten]

Die Husarenstraße weist noch auf die Nutzer der ehemaligen Kaserne hin. [2].

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Telephon-Anlage Würzburg: Verzeichniss der Sprechstellen, Nr. 1 - abgeschlossen am 30. September 1887, Königl. Universitätsdruckerei von H. Stürtz, Würzburg 1887, S. 13 („Gardistenbau-Kaserne“)
  • Jörg Paczkowski: Der Wiederaufbau der Stadt Würzburg nach 1945. Mainfränkische Studien Band 30, Würzburg 1982, S. 326.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Ehemaliger Standort
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