Joseph Oppenheimer

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Joseph Oppenheimer, manchmal auch Josef Oppenheimer geschrieben (* 13. Juli 1876 in Würzburg; † 31. August 1966 in Montreal, Kanada) war ein aus Deutschland stammender Landschafts- und Porträtmaler.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Zur Schule ging er ans Würzburger Realgymnasium und zog 1891 zum Studium nach München, wo er ab 1893 an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste aufgenommen wurde. 1895, nach Abschluss des Kunststudiums, unternahm er eine Reise nach Italien und eröffnete dann in München ein Atelier im Hause von Professor Adolf Furtwängler. Später reiste er auch in den Nahen Osten, England und andere Länder. Zu den bevorzugten Orten für seine Landschaftsmalerei gehörte seine Geburtsstadt mit der Residenz, dem Hofgarten, dem Markt, die Mainpromenade und dem Schlösschen in Veitshöchheim. Ab 1902 mietete er in Berlin noch ein Atelier in der Königin-Augusta-Straße. Danach ließ sich längere Zeit in London nieder.

Im Ersten Weltkrieg diente Oppenheimer beim kartographischen Dienst der Reichswehr. Bereits 1933 entschloss er sich vor der Bedrohung durch die Nazis dauerhaft nach London zu gehen, wo er aufgrund u.a. seiner verwandtschaftlichen Beziehungen auf einen Neuanfang hoffen konnte. 1939 erhielt er die englische Staatsbürgerschaft, die es ihm ermöglichte, seine Mutter und seinen Bruder aus Würzburg nach England kommen zu lassen. Oppenheimer blieb auch während dem Zweiten Weltkrieg in London. 1949 entschloss er sich, mit seiner Tochter und ihrer Familie nach Kanada auszuwandern. Ein Sohn blieb in London.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Spaliere im Hofgarten Würzburg, 1897/98
  • Würzburg – Spiegelsaal der Residenz, 1905
  • Alter Kranen in Würzburg, 1905
  • Hofgarten Würzburg
  • Würzburg – Marktplatz mit Marienkapelle, 1917/18
  • Bildnis Yehudi Menuhin, 1946
  • Bunte Blumen in einer Vase, 1955

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph Oppenheimer. Leben und Werk. Städtische Galerie Würzburg, Bremen, 1998. ISBN 3-931737-72-1
  • Joseph Oppenheimer Reisebilder. Erich Kips: Ausstellung 1996 in Kampen (Sylt), Galerie Pels-Leusden, Katalog, 1996.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]