Johann Wilhelm Naumann

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Johann Wilhelm Naumann (* 9. Juli 1897 in Köln; † 1. Mai 1956 in Würzburg) war Verleger und Herausgeber der Tagespost.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Naumann studierte nach dem Abitur Philosophie, Geschichte, Volkswirtschaft und Literatur in Köln. 1920 trat er in Landau/Pfalz in die Redaktion der zentrumsnahen Zeitung „Der Rheinpfälzer“ ein. Nach weiteren Stationen wurde Naumann 1928 Redakteur der „Neuen Augsburger Zeitung“ und der „Augsburger Postzeitung“. 1932 gab er das richtungweisende Werk „Die Presse und der Katholik“ heraus. Darüber hinaus entwickelte er eine rege Vortragstätigkeit über Pressefragen im In- und Ausland. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten war er seit 1933 arbeitslos, fand aber eine Tätigkeit beim Päpstlichen Missionswerk in Freiburg im Breisgau. 1945 holten die Amerikaner Naumann nach Augsburg und erteilten ihm am 30. Oktober die Lizenz für die „Schwäbische Landeszeitung“.

Herausgeber und Verleger[Bearbeiten]

Von der amerikanischen Militärregierung erhielt Naumann die Lizenz zur Herausgabe der katholischen Zeitschrift „Neues Abendland“, die seit März 1946 erschien und 1951 an Fürst Erich von Waldburg-Zeil verkauft wurde. Im August 1948 schied Naumann aus dem Verlag der „Schwäbischen Landeszeitung“ aus, um die „Augsburger Tagespost“ mit der Bundesausgabe „Deutsche Tagespost“ als erste katholische Zeitung nach dem Krieg herauszugeben. 1950 verlegte Naumann die überregionale „Deutsche Tagespost“ nach Regensburg und 1955 nach Würzburg zum Johann Wilhelm Naumann Verlag.

Ehrenamtliche Tätigkeit[Bearbeiten]

Er gehörte im Dezember 1945 zu den Gründern des Vereins Bayerischer Zeitungsverleger, den er bis März 1950 als erster Vorsitzender leitete.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Stifter[Bearbeiten]

Naumann ist Stifter der nach ihm benannten Johann Wilhelm Naumann-Stiftung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Pierk, Carl-H., "Naumann, Johann Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 18 (1997), S. 772 Onlinefassung