Hermunduren

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Die Hermanduren waren ein Volksstamm der Germanen, die auch in Mainfranken siedelten.

Geschichte

Die Hermanduren siedelten zunächst als Gruppe der Elbgermanen am Oberlauf der Elbe. Vermutlich im Jahr 3 v. Chr. wurden Teile der Hermunduren durch die Römer in das von den Markomannen verlassene Gebiet am Main umgesiedelt. 51 n. Chr. sind Kämpfe an der Donau belegt. Im Jahre 58 siegen sie gegen die Chatten in der Salzschlacht, die mutmaßlich um die Salzvorkommenn an Werra oder Saale entbrannte. Zuletzt sind die Hermanuren 166 n. Chr. bis 180 als Kriegsteilnehmer auf Seiten der aufständischen Markomannen gegen die Römer unter Marcus Aurelius bezeugt.

Zeugnisse in Würzburg und Umgebung

  • In der frühen Stadtgeschichte Würzburgs sind die Hermanduren als eine der wechselnden germanischen Volksgruppen in der Völkerwanderung von 375 [1] am Kreuzungspunkt der Handelswege erwähnt.
  • Die Gegend von Gramschatz war wahrscheinlich schon zur Zeit der Kelten bewohnt. Die eigentlichen Gründer des Ortes waren die Hermunduren, die während der Völkerwanderung von den Waren verdrängt wurden. Nach 496 war die Gegend fränkisches Gebiet.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Franz Gerstner: Die Spinne im Netz europäischer Verkehrslinien. Eine entwicklungsgeschichtliche Betrachtung des Verkehrs in der Mainmetropole Würzburg, in: 15 Jahrhunderte Würzburg, hrsg. von Heinz Otremba, Echter Verlag, Würzburg 1979, S. 396-409, S. 396

Weblinks