Großherzoglich-Würzburgisches Infanterie-Regiment

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Alte Kaserne

Das Großherzoglich-Würzburgisches Infanterie-Regiment war eine Militäreinheit im Großherzogtum Würzburg.

Regimentseinteilung

Das großherzogliche Regiment bestand aus dem I. und II. Bataillon mit je einer Voltigeur- und vier Füsilierkompanien sowie einem leichten Infanterie-Bataillon mit acht Kompanien und hatte eine Stärke von 3.307 Mann, übernommen aus der Fürstbischöflich-würzburgische Armee.

Gefechtsteilnahmen

Wie alle anderen Rheinbundstaaten hatte auch Würzburg ein Bundeskontingent zu stellen. Im Rahmen der Allianz mit Napoleon folgten kriegerische Einsätze im Vierten Koalitionskrieg. 1809 marschierte das Hausregiment nach Spanien, wo es besonders bei der Belagerung von Gerona bedeutende Verluste erlitt. Dieses Bataillon blieb in Spanien bis es 1813 nach der Völkerschlacht bei Leipzig gleichsam mit den Truppen der anderen Rheinbundstaaten entwaffnet wurde. Für den Russlandfeldzug stellte Großherzog Ferdinand von Würzburg ein drei Bataillone starkes Regiment. Die Reste des 2. und 3. Bataillons kehrten aus Russland zurück und wurden für den Frühjahrsfeldzug 1813 erneut aufgestellt. Während des Waffenstillstands war ein fünftes Bataillon formiert worden, welches zu der Garnison von Torgau stieß. Nach erfolgtem Seitenwechsel kämpften die Würzburgischen Truppen auf Seiten der Alliierten weiter. Sie belagerten die eigene Festung Marienberg und machten den Feldzug nach Frankreich mit.

Garnisonkirche St. Jakob

Unterkunft und Garnisonkirche

Unterkunft war die Alte Kaserne im Mainviertel. Nach der Säkularisation wurde das Schottenkloster Teil der Kaserne und die Klosterkirche St. Jakob zur Garnisonkirche.

Ende des Regiments

Am 15. September 1814 gab das Regiment die Truppenfahnen an das Zeughaus in Würzburg ab. Das gesamte Regiment ging anschließend im Königreich Bayern im 12. königlich-bayerisches Infanterie-Regiment auf.

Siehe auch

Quellen

  • Reinhard Münch, Als die Würzburger für Napoleon fochten, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2020

Weblinks