Germain Boffrand

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Gabriel Germain Boffrand

Gabriel Germain Boffrand (* 16. Mai 1667 in Nantes/Loire; † 19. März 1754 in Paris) war Baumeister und Innenarchitekt, der am Entwurf der Residenz mitarbeitete.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

1681 begann er in Paris eine Bildahauerlehre und wechselte nach vier Jahren zum Architekten Jules Hardouin-Mansart. 1709 wurde Boffrand in die Académie Royale d’Architecture aufgenommen. 1711 wurde er zum Ersten Architekten des Herzogs von Lothringen ernannt.

Bauten[Bearbeiten]

Er schuf bis 1740 für den Pariser Adel und das gehobene Bürgertum Stadthäuser und widmete sich der Innenausstattung Pariser Stadtpaläste.

Bauplanung an der Residenz[Bearbeiten]

Mit ihm entwickelte Balthasar Neumann in Paris seine Ideen von einem großzügigen Treppenhaus weiter. [1]. Im Juli 1724 war er als Berater des Stuckateurs Giovanni Pietro Castelli am Fassadenentwurf der Residenz tätig. Während Johann Lucas von Hildebrandt die charakteristischen Mittelrisalite von Garten- und Hoffassade prägte, gehen die Nebenflügel der Stadtfassade auf Ideen von Boffrand zurück. Er beteiligt sich 1724 auch an den Planungsvarianten zur Hofkirche. Er veröffentlichte sein Projekt noch 1745, obwohl um 1730 durch Hildebrandt und Neumann das Gegenteil seines klassizistischen Entwurfs entstanden ist.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Stefan Kummer: Architektur und bildende Kunst von den Anfängen der Renaissance bis zum Ausgang des Barock. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band 2: Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1477-8, S. 576–678 und 942–952, hier: S. 658.
  • Thomas Wehner, Realschematismus der Diözese Würzburg, Dekanat Würzburg-Stadt, Echter-Verlag Würzburg, 1992, S. 9

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richard Sedlmaier und Rudolf Pfister: Die fürstbischöfliche Residenz zu Würzburg. Teil 1: Textband. Georg Müller Verlag, München 1923, S. 28 ff. (Digitalisat bei archive.org)

Weblinks[Bearbeiten]