Georg Langgärtner

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Prof. Dr. Georg Langgärtner (* 23. September 1926 in Aschaffenburg; † 23. April 1987 in Würzburg) war Geistlicher und erster Professor für Liturgiewissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Wissenschaftliche Laufbahn[Bearbeiten]

In Aschaffenburg legte im Juli 1946 die Reifeprüfung ab. Unterbrochen wurde die schulische Ausbildung durch die Einberufung zu Reichsarbeitsdienst und Wehrmacht ab 1944 und die Kriegsgefangenschaft, aus der er im August 1945 entlassen wurde. Nach einem Semester an der Medizinische Fakultät an der Universität Würzburg, wechselte er im Sommersemester 1947 an die Philosophisch-theologische Hochschule Bamberg und studierte dort Philosophie und Geschichte. Zum Wintersemester 1947/48 kehrte er nach Würzburg zurück und absolvierte dort bis 1952 ein Studium in den Fächern Theologie, Philosophie und Geschichte. An die Priesterweihe am 20. Juli 1952 schloss sich eine mehrjährige Tätigkeit in der Seelsorge an, zunächst als Kaplan in St. Vitus (Veitshöchheim) und Marktheidenfeld, danach von 1953 bis 1960 als Präfekt im Kilianeum in Würzburg. Im August 1960 trat er die Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten an der Katholisch-Theologische Fakultät an, wo er 1962 zum Doktor der Theologie promoviert wurde. 1963 folgte die Habilitation, 1964 die Ernennung zum Privatdozenten und 1965 zum Universitätsdozenten für "Kirchengeschichte, Patrologie und Liturgiegeschichte".

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

Im Dezember 1966 wurde Langgärtner auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft berufen. Als akademischer Lehrer führte er seine Assistenten Karl Schlemmer und Guido Fuchs zur Promotion. Lange Zeit war er Beauftragter für die Gesamtbibliothek und zwischen 1969 und 1975 bekleidete er das Amt des Dekans. Er war an der Einführung des Ständigen Diakonates in der Diözese Würzburg wesentlich beteiligt. Für die Katholische Akademie Domschule Würzburg war er als Verfasser eines Lehrbriefes im Rahmen der "Theologie im Fernkurs" auch als Referent tätig.

Neben diesen vielfältigen Tätigkeiten blieb er stets in der aktiven Seelsorge beheimatet, aus der er auch immer wieder neue Anregungen für seine pastoralliturgische Arbeit bezog. Viele Jahre betreute er die Gemeinde St. Lioba (Lengfeld), von 1973 bis 1979 war er Hausgeistlicher in einem Schwesternkonvent.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Direktorium der Diözese Würzburg, Gesamtausgabe 2014/2015, S. 101
  • Ludwig K. Walter: Biogramme zum Lehrpersonal der Theologischen Fakultät Würzburg. Zweiter Band, Teil 1

Weblinks[Bearbeiten]