Friedrich Schnack

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Friedrich Schnack (* 5. März 1888 in Rieneck; † 6. März 1977 in München) publizierte unter dem Pseudonym „Charles Ferdinand“ als Dichter und Autor.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Seine Jugend verbrachte Friedrich Schnack unter anderem in Hammelburg und Würzburg. Sein jüngerer Bruder war der Redakteur und Schriftsteller Anton Schnack, der gerne seine fränkische Heimat schilderte.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete Friedrich Schnack seit 1910 im Bankfach und im Handel, unter anderem bei einem Berchtesgadener Handelshaus und einer Genossenschaft in Breslau. An den Universitäten Breslau und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studierte er Botanik, Entomologie, Geologie und Kunstgeschichte. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat in der Türkei. Nach seiner Rückkehr arbeitete er von 1921 bis 1925 als Feuilletonredakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten und der Neuen Badischen Landeszeitung in Mannheim. Seit 1926 war er freier Schriftsteller mit häufig wechselndem Wohnort und Mitarbeiter bei Presse und Rundfunk.

Literarisches Werk[Bearbeiten]

Bekannt machte ihn vor allem sein 1920 veröffentlichter Gedichtband „Das kommende Reich“. Zu seinen mehr als hundert Werken gehören unter anderem die Gedichte „Vogel Zeitvorbei“ (1922), die Romantrilogie „Sebastian im Wald“ (1926), „Beatus und Sabine“ (1927), „Die Orgel des Himmels“ (1927), die auch über Deutschland hinaus Anklang findende Naturschilderung „Das Leben der Schmetterlinge“ (1928) sowie Erzählungen, Jugend- und Reisebücher. In seinen heimatverbundenen Romanen und Mitte der 1920er Jahre entstandenen Naturgedichten spiegelt sich teilweise die „Ideologie der Wandervogelbewegung“ wider, doch dem Kulturbetrieb der Nationalsozialisten hatte er sich - wie auch sein Bruder - immer verweigert. Weitere seinerzeit populäre Werke Schnacks sind „Der erfrorene Engel“ (1934), „Der glückselige Gärtner“ (1940) und vor allem die Erzählung „Das Waldkind“ (1939). Ab den 1950er Jahren verfasste Schnack weitere „poetisch-lehrhafte Naturschilderungen“ wie „Schöne Steine und Kristalle“, „Traum vom Paradies. Eine Kulturgeschichte des Gartens“ oder „Petronella im Bauerngarten“. 1951 erschien seine Gedichtsammlung „Lebensjahre“.

Schnack schrieb auch mehrere Jugendbücher (so 1930 „Goldgräber in Franken“, 1933 „Klick aus dem Spielzeugladen“ oder 1955 „Weltreise mit Beryl“).

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

  • Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz
  • Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München.
  • Ehrenkurator der Max-Dauthendey-Gesellschaft Würzburg.

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Zürrlein: Literatur im provinziellen Umfeld, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter-Verlag, Würzburg 2002, S. 377-466; S. 418 f., 429 f., 437 f. und 452

Weblinks[Bearbeiten]