Franz Mall

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Franz Mall

Franz Mall (* 4. Januar 1877 in Kochertürn; † 1949) war von 1919 bis 1935 Bürgermeister von Wolkshausen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Franz Mall wurde als Sohn des Landwirts Eugen Mall (1846-1915) und dessen Ehefrau Theresia Köppler in Kochertürn in Württemberg geboren. 1894 kaufte der Vater den Hof Nr. 15 in Wolkshausen und die Familie zog dorthin. Franz erlernte den Beruf des Landwirts im elterlichen Betrieb und war dort auch als Landwirtssohn tätig. Von 1897 bis 1899 leistete er seinen Wehrdienst beim 2. Fußartillerieregiment in Metz ab. Am 1. März 1904 verehelichte sich Franz Mall mit Barbara Hilpert aus Wolkshausen und erbte im selben Jahr den Hof Nr. 15 mit 68 Tagwerk. Das Ehepaar bekam 13 Kinder, von welchen alle das Erwachsenenalter erreichten.

Am 21. August 1914 wurde Franz Mall als Landwehrpflichtiger Gefreiter zum Kriegsdienst eingezogen. Er diente in der 1. Batterie des Landsturm-Fußartilleriebataillons des II. Bayerischen Armeekorps in Flandern. 1916 versetzte man ihn zur 4. Batterie des 3. Landsturm-Fußartillerieregiments, außerdem erfolgte die Beförderung zum Obergefreiten. Sein Regiment kam hauptsächlich an der Nordfront in Flandern und im Artois zum Einsatz. Am 1. September 1916 wurde er mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz III. Klasse ausgezeichnet. Aufgrund der sich verschlechternden Nahrungssituation versetzte man den Landwirt Franz Mall im Sommer 1917 in die Heimatgarnison Grafenwöhr und entließ ihn am 31. August 1917 zur Arbeitsleistung im eigenen Betrieb aus der Bayerischen Armee.

Bürgermeister von Wolkshausen[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Franz Mall am 20. Juni 1919 zum 1. Bürgermeister in Wolkshausen gewählt. In seine Amtszeit fiel 1925 die Walzung sämtlicher Dorfstraßen mit Kalksteinen und Basalt. Das größte Projekt unter Malls Ägide stellte die Durchrührung der 1. Flurbereinigung von 1928 bis 1932 dar. Kurz darauf erfolgte zudem der Ausbau der Ortsumgehung von der Euerhäuser- zur Gaukönigshöfer Straße in den Jahren von 1928 bis 1929.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten trat er am 1. Mai 1933 trat er in die NSDAP ein und legte sein Bürgermeisteramt am 20. Juni 1935 auf eigenes Ansinnen nieder. Sein Sohn Adam Mall trat in seine Fußstapfen und lenkte die Geschicke der Gemeinde Wolkshausen von 1964 bis 1974.

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Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]