Franz Gallus Sündermahler

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Franz Gallus Sündermahler (* 9. November 1755 in Heusenstamm/Hessen; † 25. März 1840 in Würzburg) war Jurist und Beamter verschiedener Dienstherren.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Sündermahler entstammte der Ehe des Beamten Johann Adam Ignaz Sündermahler (* 11. Juni 1718 in Staffelstein; † 6. Juli 1783), der in Diensten des Grafen Joseph Franz Bonaventura von Schönborn-Wiesentheid stand, und dessen Ehefrau Maria Theresia (* 25. Dezember 1730 in Würzburg; † 1793), geb. Sartorius, eine Tochter des Hofkammerrates Johann Philipp Sartorius, geboren. Seine Schwester Josepha heiratete den Strafrechtler Gallus Aloys Kaspar Kleinschrod.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Er studierte an der Universität Würzburg Rechtswissenschaften und Kameralistik und trat am 5. März 1779 seine Stelle in der fürstbischöflichen Verwaltung als Amtmann, Stadtschultheissen und Forstmeister in Fladungen/Rhön an. 1787 wurde er Nachfolger seines Vaters in Mellrichstadt, wir er der Verwaltung, sowie der Polizei, dem Finanzwesen und der Justiz in erster Instanz vorstand, war Amtskeller, Zentgraf, Spitalverwalter, Zöllner und Forstmeister in Personalunion.

Hofkammerrat und Regierungsdirektor in Würzburg[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Amtsführung übertrug ihm Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal die Leitung des Schulwesens, das er förderte und für eine umfassende allgemeine Bildung sorgte. Der nächste Fürstbischof Georg Karl von Fechenbach beförderte ihn 1799 zum fürstlichen Hofkammerrat. Im Juni 1802 besetzten bayerische Truppen das Hochstift und 1803 wurde der größte Teil des Hochstifts dem Kurfürstentum Bayern einverleibt. Für die Organisation aller Zweige der Verwaltung wurde eine Landesdirektion als Zentralstelle geschaffen und Franz Gallus Sündermahler wurde als Rat in der Finanzverwaltung angestellt. Er verblieb in dieser Aufgabe auch unter der Regierung des Großherzog Ferdinand von Würzburg im Großherzogtum Würzburg und wurde später die Großherzogliche Landesdirektion anvertraut, die sich mit "Polizeysachen" befasste. Nach dem fünften Regentenwechsel, Würzburg wurde dem Königreich Bayern unterstellt, blieb er als Regierungsrat bis 1826 im Amt, bis er mit Titel und Rang eines Regierungsdirektors in den Ruhestand versetzt wurde.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]