Franz Christoph von Rosenbach

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Franz Christoph von Rosenbach (* 1630; † 23. März 1687) war Propst am Stift Neumünster, am Stift Haug und Domdechant am Kiliansdom zu Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Rosenbach stammte aus einem rheinischen Rittergeschlecht (Vater: Dieterich Melchior von Rosenbach, führte die Hauptlinie fort, Kommandant zu Rheinfelden, vermählt mit Maria von Rhein). Er war 1647 an der Universität in Freiburg im Breisgau und 1648 an der Universität Würzburg immatrikuliert. Durch Empfehlung von Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn trat er am 6. Oktober 1651 in Rom in das Collegium Germanicum [1] ein, das er am 7. Oktober 1653 als Diakon wieder verließ.

Propst und Domdekan in Würzburg[Bearbeiten]

Als Johann Hartmann von Rosenbach zum Fürstbischof ernannt worden war, ließ er seine Stiftspfründen den nahen Verwandten zukommen. In der Position des Domdechanten rückte sein Neffe 2. Grades Franz Christoph nach. Dieser bekam auch die Propstei Stift Haug und war Custos am Ritterstift Comburg. Am 18. Februar 1672 wurde er zum Propst des Stift Neumünster gewählt. Am 28. März 1673 wurde er auch Domdekan, [2], jedoch erst am 23. Mai 1673 zum Priester geweiht.

Am 17. August 1679 ist überliefert dass Franz Christoph als Domdekan bei der Grundsteinlegung der Eussenheimer Pfarrkirche zugegen war, genau so wie als Konzelebrant bei der Weihe der Kirche am 31. August 1681 durch Weihbischof Stephan Weinberger. Das Domkapitel hatte als Zehntherr die Baulast an der Kirche.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Erklärungen[Bearbeiten]

  1. Das Collegium Germanicum wurde am 31. August 1552 von Papst Julius III. mit der Bulle Dum sollicita gegründet. Bei der Gründung stand die Abwehr der Reformation, eine Verbesserung der theologischen Ausbildung und die Heranbildung romtreuer Priester im Vordergrund.
  2. Der Domdekan steht dem Domkapitel nach innen vor, während dem Dompropst die Verwaltung der Güter des Kapitels und oftmals die Vertretung nach außen übertragen ist. Der Domdekan ist somit in einem Domkapitel die zweite Dignität.

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Wendehorst: Das Stift Neumünster in Würzburg in Germanica Sacra, N.F. 26, Das Bistum Würzburg 4, de Gruyter, Berlin 1989

Weblinks[Bearbeiten]