Feiertage

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Kirchliche und gesetzliche Feiertage in Bayern sind generell landesweit einheitlich bis auf eine Ausnahme.

Einheitliche Feiertage

bundesweit

  • Neujahr (1. Januar)
  • Karfreitag (Freitag vor Ostern)
  • Ostermontag (Montag nach dem ersten Frühjahrsvollmond am oder nach dem 22. März)
  • 1. Mai (gesetzlicher Feiertag)
  • Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern)
  • Pfingstmontag (50 Tage nach Ostern)
  • Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) (gesetzlicher Feiertag)
  • Reformationstag (31. Oktober) (einmalig 2017 wegen 500 Jahre Reformation - Thesenanschlag von Martin Luther an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg)
  • Erster und zweiter Weihnachtsfeiertag (25./26. Dezember)

bayernweit

  • Epiphanie = Heilige Drei Könige (6. Januar)
  • Fronleichnam (10 Tage nach Pfingsten)
  • Allerheiligen (1. November)

Ausnahme Mariä Himmelfahrt (15. August)

Dieser kirchliche gesetzliche Feiertag wird in Bayern nur in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung begangen. In etwa 20 % der Gemeinden in Bayern ist hingegen normaler Arbeitstag.

Geschichtlicher Hintergrund

Nach der Reformation galt: Cuius regio, eius religio! (lateinisch für: ‚wessen Gebiet, dessen Religion‘). [1] Diese lateinische Redewendung besagt, dass der Herrscher eines Landes berechtigt ist, die Religion für dessen Bewohner vorzugeben. Sie ist die Kurzform eines im Augsburger Religionsfrieden und im Westfälischen Frieden niedergelegten Rechtsprinzips. Aufgrund der ehemaligen Kleinstaatlichkeit auf dem Gebiet des heutigen Mainfrankens gab es historisch verschiedene Herrschaftsverhältnisse. Während manche Adelsfamilien sich dem lutherischen Glauben zuwandten (z. B. das Adelsgeschlecht der Wolfskeel) oder Gemeinden als freie Reichsstädte und -dörfer (z.B. Heidingsfeld) größtenteils zum evangelischen Glauben konvertierten, unterstand der Rest des Gebietes entweder dem Hochstift Würzburg oder einer Abtei oder Kloster, was eine überwiegend katholische Bevölkerung nach sich zog. Da die Marienverehrung in der evangelischen Kirche kaum eine Rolle spielt, konnten die Gläubigen mit der Thematik des Feiertages nur wenig anfangen und plädierten stattdessen für einen Arbeitstag, zumal dieser mitten in der Erntezeit liegt.

Betroffene Gemeinden im Landkreis Würzburg

Der 15. August ist in folgenden Landkreisgemeinden kein Feiertag (Stand 2014): [2]

Ausblick

Die in Bayern durchgeführte Volkszählung bringt Änderungen in 10 bayerischen Gemeinden zum 1. Januar 2014 mit sich. In drei Gemeinden wird der 15. August künftig kein Feiertag mehr sein, in sieben Gemeinden dagegen wird er neu eingeführt. Grundlage ist dafür die im Zensus festgestellte Mehrheitsverschiebung der Konfessionen in diesen Ortschaften.

Einzelnachweise