Gartenpavillon der Domherrnkurie Uissigheim

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Gartenpavillon der Domherrnkurie Uissigheim

Der Gartenpavillon der Domherrnkurie Uissigheim ist ein denkmalgeschützter Barockbau aus dem Jahre 1710 in der Würzburger Spiegelstraße.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber sind die Ritter von Uissigheim, aus einem Dorf im Main-Tauber-Kreis in Tauberfranken stammend, die dem Gefolge der Fürstbischöfe im Bistum Würzburg angehörten.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Domherrnkurie Uissigheim kam unter den insgesamt 27 Domherrnhöfen ein besonderer Stellenwert zu. Die Höfe entstanden seit ca. 1200 als Anwesen der Domherren des Hochstifts Würzburg, die bis dahin gemeinsam in einem Bruderhof gelebt hatten, im Umkreis des Doms. Die Kurie Uissigheim war mit einer Fläche von 3530 Quadratmetern eine der größten und bedeutendsten Höfe. Sie reichte von der Spiegelstraße bis zum Kardinal-Döpfner-Platz. Neben einem Wohnbau umfasste sie einen großen Garten und besaß sogar eine eigene romanische Kapelle.

Mit dem Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945, der die Stadt in Schutt und Asche gelegt hat, endete jedoch über Nacht auch die Geschichte der bis dahin gut erhaltenen Kurie. Außer dem Gartenpavillon erinnert heute nur noch das Wappen eines 1592 verstorbenen Domherrn von Würzburg und Bamberg, Pankraz von Rabenstein, an einer Hauswand an der Rückseite des Geländes an die mehrhundertjährige Geschichte. An der Stelle des Domherrnhofs errichtete das St. Bruno-Werk nach Kriegsende zwei schmucklose Wohnblöcke. Damit wollte man der drückenden Wohnungsnot der Nachkriegsjahre begegnen. Zur Spiegelstraße hin entstanden eingeschossige Provisorien. 2011/2012 wurde der Gartenpavillon vom Architekten Frank Zumkeller saniert und erstahlt wieder in den hellen Farben des Habsburger Barocks.

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Der Gartenpavillon ist ein zweigeschossiger Walmdachbau mit Barockgliederung aus der Zeit um 1710. 1955/56 wurde der kriegszerstörte Bau unter Verwendung erhaltener Außenmauern um zwei Achsen gekürzt wieder aufgebaut.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Nach dem Wiederaufbau 1956 war die Firma Schirm-Fuchs hier ansässig, danach diente der Pavillon als Schauraum eines benachbarten Autohauses. Seit der Sanierung dient der Pavillon seit 18. August 2012 dem italienischen Ristorante Le Candele als Domizil.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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