Ölberg Nikolausstraße

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Ölberggruppe in der Nikolausstraße (nach der Sanierung)
Ölberggruppe in der Nikolausstraße (vor der Sanierung)

Der Ölberg ist ein Baudenkmal im Stadtbezirk Steinbachtal.

Standort[Bearbeiten]

Der Teil eines Ölberges befindet sich in der Nikolausstraße bergaufwärts vor dem Fußweg zum Käppele.

Namensgeber[Bearbeiten]

Die Szenerie Jesus am Ölberg im Garten Gethsemane nach dem letzten Abendmahl ist in drei Evangelien des Neuen Testaments beschrieben. [1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Figuren sind gut erhaltene Kopien, die 1907 oder etwas früher gegosssen wurden. Die Originale wurden am 3. Juli 1907 dem damaligen Fränkischen Luitpoldmuseum „gegen Abguss“ übergeben. Die Originale stammen vom Ölberg der Burkarder Kirche und wurden 1521 von Tilman Riemenschneider und seiner Werkstatt geschaffen. Von Riemenschneider selbst soll nur die Figur des Jakobus stammen, während Johannes und Petrus von seinem Gehilfen Hans Braun geschaffen wurden, der sein Monogramm „HB“ am Mantelsaum des Petrus hinterließ.

Der Ölberg wurde entweder im Bauernkrieg 1525 oder in den 1830er Jahren „demoliert“, die Überreste wurden in einem Weinberg am Weg zum Käppele aufgestellt.

Über der Johannesfigur war vor 1945 ein sternförmiges Gehäuse, in dem hinter einer roten Scheibe stets ein Ewiges Licht brannte, in den Tuffstein eingelassen. 1959 wurde der Ölberg mit den damals noch vorhandenen barocken Ergänzungen des betenden Christus und tröstenden Engels von einer privaten Spenderin auf Grund eines Gelübdes restauriert. [2]

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Figurengruppe steht auf einem aus Natursteinen gesetzten und bepflanzten Hügel in einer Mauerecke. Von dem ehemaligen Ölberg sind nur noch die drei schlafenden Jünger erhalten; links lehnt Jakobus sitzend gegen einen Hügel, den Kopf in die Hand gelegt, in der Mitte liegt Johannes ausgestreckt auf dem Boden und am rechten Rand sitzt Petrus, in der Hand das Schwert. Über ihnen der betende Jesus und ein tröstender Engel.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quellen: Markus 14,32-42, Matthäus 26,36-46, Lukas 22,40-46
  2. Main-Post vom 11. Juli 1959

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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