Curt Elze

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Prof. Dr. Curt Elze (* 16. Februar 1885 in Halle/Saale; † 9. April 1972 in Kassel) war Anatom und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Familiäre Zusammenhänge

  • Sein Sohn war der ehemalige evangelisch-lutherische Kreisdekan Dr. Martin Elze

Leben und Wirken

Seine Schullaufbahn beendete Elze 1902 mit dem Abitur in seiner Heimatstadt. Danach absolvierte er ein Studium der Humanmedizin an den Universitäten Freiburg/Breisgau und Halle/Saale, dass er 1907 mit dem medizinischen Staatsexamen abschloss. Nach dem Medizinalpraktikum wurde er im Dezember 1908 promoviert und im Folgemonat approbiert. Er war erster Prosektor an der Universität Wien und von 1912 bis 1921 an der Universität Heidelberg, wo er in Anatomie habilitierte und Privatdozent wurde. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges leistete er zunächst als Truppenarzt Kriegsdienst und ab 1916 Dienst in einem Heidelberger Lazarett. Im Oktober 1918 wurde er in Heidelberg zum außerordentlichen Professor ernannt und wechselte im April 1921 als Prosektor an die Universität Gießen, wo er ebenfalls als außerordentlicher Professor wirkte. Im Oktober 1921 wurde er auf den Lehrstuhl für Anatomie der Universität Rostock berufen, wo er als Direktor auch dem Anatomischen Institut vorstand. Im Oktober 1936 wechselte er auf den Lehrstuhl für Anatomie nach Gießen,

Professor in Würzburg

Ab April 1940 lehrte er als ordentlicher Professor an der Universität Würzburg, wo er dem Anatomischen Institut als Direktor vorstand. Nach der Emeritierung des Medizinhistorikers Georg Sticker 1934 hatte Elze zudem dessen Unterricht in Würzburg übernommen. Übergangsweise leitete Elze während der Abwesenheit von Ludwig Schmidt-Kehl und Friedrich Keiter ab Mai 1941 auch das Rassenbiologische Institut der Universität. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nahm er seine Lehrtätigkeit in Würzburg 1947 wieder auf und wurde 1952 emeritiert. Sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl wurde Kurt Neubert.

Forschungsgebiete

Sein wissenschaftliches Interesse galt der „makroskopische Anatomie, die anatomische Präparierkunst und die Medizingeschichte“. Er gab von 1934 bis 1967 die Zeitschrift für Anatomie und Entwicklungsgeschichte heraus sowie von 1938 bis 1967 die Ergebnisse der Anatomie und Entwicklungsgeschichte.

Siehe auch

Quellen

  • Ute Felbor: Rassenbiologie und Vererbungswissenschaft in der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg 1937–1945. Königshausen & Neumann, Würzburg 1995 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Beiheft 3), ISBN 3-88479-932-0, S. 40-42.
  • Theodor Heinrich Schiebler: Anatomie in Würzburg (von 1593 bis zur Gegenwart). In: Peter Baumgart (Hrsg.): Vierhundert Jahre Universität Würzburg. Eine Festschrift. Degener & Co. (Gerhard Gessner), Neustadt an der Aisch 1982 (= Quellen und Beiträge zur Geschichte der Universität Würzburg. Band 6), ISBN 3-7686-9062-8, S. 985–1004; hier: S. 1001 und 1004.

Weblinks