Carl von Edel

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Prof. Dr. Carl Franz Wilhelm von Edel

Prof. Dr. Carl Franz Wilhelm von Edel (* 10. August 1806 in Aschaffenburg; † 16. September 1890 in Würzburg) war Jurist und Professor und Rektor der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken

Edel studierte von 1821 bis 1826 zunächst Philosophie, dann Rechtswissenschaften in Aschaffenburg, anschließend in Würzburg und Heidelberg. 1834 wurde er Landgerichtsassessor in Landshut und Straubing, 1836 war er am Landgericht Kissingen tätig.

Professor in Würzburg

1838 wurde Edel Regierungsassessor in Würzburg und von 1840 bis zu seinem Tod war er Professor für Kriminalrecht an der Universität Würzburg. Er verfasste zahlreiche Kommentare, insbesondere zum Polizeirecht und zu bayerischen Verfassungsfragen.

Rektor der Universität Würzburg

Insgesamt sechs Amtsperioden lang mit Unterbrechungen (1849 bis 1851, 1854 bis 1855, 1859 bis 1860, 1864 bis 1865, 1868 bis 1870 und 1873 bis 1874) war Carl von Edel Rektor der Universität.

Abgeordneter

Carl von Edel saß im Bezirkstag von Unterfranken als Vertreter für die Universitäten von 1843 bis 1845, von 1852 bis 1855 und nochmals von 1876 bis 1881. Von Edel wurde 1845 Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten, gehörte dem Vorparlament an und war von Mai 1848 bis Ende Mai 1849 Abgeordneter für Hofheim in der Frankfurter Nationalversammlung. Er gehörte in der Paulskirche dem Geschäftsordnungs-Ausschuss und dem Verfassungsausschuss an. 1845 bis 1847 sowie 1855 bis 1861 war er als Liberaler Mitglied des Bayerischen Landtages, in dem er Wortführer der Kritiker bayerischer Universitätspolitik war und sich unter anderem für die Einführung des Faches Turnen in Bayerns Schulen einsetzte. Von 1868 bis 1871 war er fraktionsloses Mitglied des Zollparlaments und von 1871 bis 1874 fraktionsloser Abgeordneter im deutschen Reichstag.

Ehrenamtliches Engagement

Er war 1876 Gründungsvorsitzender des Deutscher Alpenverein Sektion Würzburg.

Ehrungen und Auszeichnungen

Siehe auch

Posthume Würdigung

Nach Carl von Edel ist die Edelstraße im Stadtbezirk Frauenland benannt.

Literatur

  • Bosls bayerische Biographie. 8000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten, hrsg. von Karl Bosl, Regensburg 1983, S. 165

Weblinks

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