Karl Bosl

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Prof. Dr. Karl Bosl (* 11. November 1908 in Cham/Oberpfalz; † 18. Januar 1993 in München) war Historiker und von 1953 bis 1960 Professor für mittlere und neuere Geschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg..

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bosl legte 1927 das Abitur am humanistischen Gymnasium im Benediktinerkloster Metten ab und studierte anschließend in München Geschichte, Germanistik, Klassische Sprachen und Mittellateinische Philologie. Im Frühjahr 1931 schloss er das Studium mit dem Staatsexamen in Klassischer Philologie, Deutsch und Geschichte ab. Seit dem Frühjahr 1932 war er zunächst im Schuldienst an verschiedenen Orten tätig. Bosl habilitierte sich 1944 an der Universität München; die Kriegsverhältnisse verhinderten jedoch, dass Bosl den Status eines Privatdozenten durch das Reichswissenschaftsministerium erhielt. Ab 1947 war Bosl dann Privatdozent in München und als Beauftragter des Kultusministeriums am Wiederaufbau des bayerischen Gymnasialwesens beteiligt. 1951 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität München.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1953 wurde er als Professor auf den Lehrstuhl für mittlere und neuere Geschichte der Universität Würzburg berufen. 1954 nahm er seine Lehrtätigkeit in Würzburg auf und wurde im selben Jahr in die Kommission für bayerische Landesgeschichte gewählt. Sein Schwerpunkt lag auf der bayerischen Landesgeschichte. Von 1960 bis zu seiner Emeritierung 1977 hatte er am Institut für Bayerische Geschichte der Universität München den Lehrstuhl für Bayerische Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Neuzeit inne.

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

Schwerpunkt seiner Forschungen waren Studien zur Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte des europäischen Mittelalters. Seine wohl wichtigste Arbeit war Die Reichsministerialität der Salier und Staufer.

Ehrenamtliche Tätigkeit[Bearbeiten]

Er war 1949 Mitbegründer des Bayerischen Philologenverbandes und dessen Erster Vorsitzender bis 1954, dann dessen Ehrenvorsitzender.

Ehrungen und Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten]

Nachlass[Bearbeiten]

Bei Bosls Tod befanden sich in seinem Nachlass mehr als hundert unpubliziert gebliebene Manuskripte. Seine Tochter Erika Bosl gab 80 Texte davon in drei Bänden heraus. Neubewertung seiner Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus

Publikationen (Auszug)[Bearbeiten]

  • Die Reichsministerialität der Salier und Staufer. Ein Beitrag zur Geschichte des hochmittelalterlichen deutschen Volkes, Staates und Reiches (= Schriften der Monumenta Germaniae Historica. Band 10). 2 Teile. Hiersemann, Stuttgart 1950/1951
  • Bayerische Geschichte. List, München 1971; 7., durchgesehene Auflage. Ludwig, Pfaffenhofen 1990, ISBN 3-7787-2116-X.
  • Die bayerische Stadt in Mittelalter und Neuzeit. Altbayern, Franken, Schwaben. Pustet, Regensburg 1988, ISBN 3-7917-1182-2.
  • Bosls bayerische Biographie. 8000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten. Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-1162-8;
  • Ergänzungsband: Bosls bayerische Biographie. 1000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten. Pustet, Regensburg 1988, ISBN 3-7917-1153-9

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]