Aufnahme Mariens in den Himmel

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Kloster Himmelspforten

Die Klosterkirche Aufnahme Mariens in den Himmel ist geistiger Mittelpunkt im Kloster Himmelspforten im Stadtbezirk Zellerau.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erste Klosterkapelle wurde nach dem Umzug der Zisterzienserinnen 1252/53 zu Ehren der Heiligen Benedikt, Bernhard und Nikolaus durch Bischof Iring von Reinstein am 10. Juni 1264 geweiht. Die heutige Klosterkirche wurde ab 1264 erbaut und am 26. August 1276 zu Ehren der hl. Jungfrau Maria und des hl. Nikolaus durch Bischof Berthold II. von Sternberg konsekriert.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Klosterkirche ist ein langgezogener, einschiffiger Satteldachbau mit geschweiften Blendgiebeln und wurde im Jahr 1276 geweiht. Der leicht abgesetzte gerade schließende Chorraum mit Walmdach schließt sich östlich direkt an. Die Klosterkirche wird durch einen massiven Dachreiter mit Spitzhelm und reicher Sandsteingliederung gekrönt. 1613/14 wurde die Kirche im Stile der Nachgotik und des Manierismus umgestaltet. Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch hier seine Spuren. Durch einen Holzbockkäferbefall musste, nachdem die gröbsten Schäden beseitigt waren, wegen Einsturzgefahr 1956 die Kirche wieder geschlossen werden. Erst am 15. August 1969 konnte die Klosterkirche wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Aus Anlaß dieses feierlichen Ereignisses erhielt die Kirche ihr früheres Patrozinium aus der Zisterzienserzeit „Aufnahme Mariens in den Himmel“ wieder zurück.

Innenraum[Bearbeiten]

Über das ganze Langhaus hinweg zieht sich eine Renaissance-Kassettendecke aus Kiefernholz von Balthasar Katzenberger, um 1613 entstanden und mit 32 achteckigen Holztafelbildern, die die Sonntagsevangelien des Kirchenjahres darstellen. Die einstigen Kunstwerke der Klosterkirche wurden im Zuge der Säkularisation zwischen 1804 und 1807 veräußert und befinden sich heute teilweise in Pfarrkirchen außerhalb des Landkreises Würzburg; so wurden die beiden Seitenaltäre von Johann Peter Wagner aus dem Jahre 1760 1804 vom Juliusspital für 400 Gulden an die Kuratiekirche St. Simon und St. Thaddäus nach Wasserlosen im Landkreis Schweinfurt verkauft.

An der Westgiebelseite des oberen Nonnenchores befinden sich drei neugotische Altäre aus dem Jahr 1872 von Adam Barth aus Würzburg. In der Laienkirche Silberarbeiten von Josef Amberg und Hans Fell von 1969.

Geläut[Bearbeiten]

Im Dachreiter befinden sich zwei Glocken der Glockengießerei Schilling aus Heidelberg von 1969:

  • Regina-Decor-Carmeli-Glocke: 100 kg, Schlagton fis
  • Vater-Joseph-Glocke: 67 kg, Schlagton a

Bildergalerie[Bearbeiten]

Das Innere wird im Westen von der Sepultur (früher: Chor der Laienschwestern) und der darüber gebauten Nonnenempore eingenommen.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die Kirche ist der „Aufnahme Mariens in den Himmel“ geweiht. Das Hochfest „Assunta“, von lateinisch „assumptio“, „Aufnahme“ - hat seine Wurzel in einem Marienfest, das Ende des 4. Jahrhunderts in Syrien, Mitte des 5. Jahrhunderts in Jerusalem begangen wurde. Nebenpatrone sind der Hl. Nikolaus und Nebenpatrone: St. Nikolaus St. Johannes, der Evangelist. Patrozinium ist am 15. August.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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