Albert von Bezold

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Prof. Dr. Albert von Bezold

Prof. Dr. Albert von Bezold (* 7. Januar 1836 in Ansbach; † 2. März 1868 in Würzburg) war Mediziner und Professor für Physiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ab 1854 studierte er Medizin in München, Würzburg und Berlin. Von dort kam er 1859 nach Würzburg zurück, um hier seine Doktorarbeit „Über die gekreuzten Wirkungen der Wirbelsäule“ fertigzustellen. Noch bevor er seine Doktorarbeit abgeschlossen hatte, bekam er als 23-Jähriger einen Ruf als Professor für Physiologie nach Jena.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1865 wurde Bezold von Jena zurück nach Würzburg berufen, wo er Würzburgs erster Ordinarius für Physiologie wurde, ein Laboratorium und einige Räume im Medizinischen Kollegienhaus zugewiesen bekam und bis 1868 weiter forschte und lehrte. Er beschäftigte sich in dieser Zeit vor allem mit der Physiologie des Blutkreislaufs. Erst unter seinem Nachfolger, Adolf Fick, stimmte das Ministerium einem bereits von Bezold gewünschten Neubau eines eigenen Gebäude für das Physiologische Institut zu. [1]

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

Seine „Untersuchungen über die elektrische Erregung der Nerven und Muskeln“ datieren ins Jahr 1861. Bezold bestätigte darin mit neuen Versuchen über den Erregungsvorgang bei der elektrischen Reizung der Nerven. In seinen Experimenten über die „Innervation des Herzens“ von 1863 zeigte er dann, dass es in Gehirn und Rückenmark ein Zentrum gibt, das nicht durch den sympathischen Nerv mit dem Herzen verbunden ist, aber dennoch die Herzbewegung stimuliert.

Namensgeber[Bearbeiten]

1867 entdeckte er einen Reflex am Herzen, der zum Beispiel bei Sauerstoffmangel ausgelöst wird und die Herztätigkeit drosselt, um das Organ vor Schäden zu bewahren. Dieser Reflex wurde erst später von Adolf Jarisch wissenschaftlich belegt und erhielt schließlich den Namen Bezold-Jarisch-Reflex.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Er wurde im Ehrengrab der Universität Würzburg auf dem Hauptfriedhof beigesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Bauereisen: Das Physiologische Institut, in: Vierhundert Jahre Universität Würzburg. Eine Festschrift, hrsg. von Peter Baumgart, Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch 1982, S. 1027-1030; S. 1027 f.

Weblinks[Bearbeiten]