Agnes Sapper

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Agnes Sapper
Ruhestätte von Agnes Sapper auf dem Würzburger Hauptfriedhof

Agnes Sapper (* 12. April 1852 in München; † 19. März 1929 in Würzburg) war Pädagogin und als Schriftstellerin vor allem eine erfolgreiche Jugendbuchautorin. Sie wurde zu ihrer Zeit in einem Atemzug mit „Heidi"-Autorin Johanna Louise Spyri genannt.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Geboren als Tochter des Publizisten und Politikers Karl Ludwig Theodor Brater (*27. Juni 1819 in Ansbach; † 20. Oktober 1869 in München) ehelichte sie 1875 den späterhin zum Gerichtsnotar ernannten Eduard Sapper. Bereits zu dieser Zeit unterrichtete sie an einer Sonntagsschule. Ihre schriftstellerischen Arbeiten erscheinen ab 1882. Ab 1895 verfasste sie Erzählungen und Bücher für Kinder und Jugendliche. Sie hatte sich 1899, nach dem Tod ihres Mannes 1898, in Würzburg niedergelassen und dort mit ihrer eigentlichen literarischen Tätigkeit begonnen. Sie veröffentlichte vielgelesene Familien- und Jugenderzählungen. Desweiteren popularwissenschaftliche Erziehungsbücher. Den größten Erfolg hatte sie mit dem Roman „Familie Pfäffling“ (1907) und dessen Fortsetzung „Werden und Wachsen“ (1910).

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Agnes Sapper fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Würzburger Hauptfriedhof.

Publikationen[Bearbeiten]

  • 1892 Für kleine Mädchen
  • 1893 In Wasserfluten
  • 1894 Das erste Schuljahr. Erzählung dpe Kinder von 7 bis 12 Jahren
  • 1896 Gruß von Rigi den Kindern daheim
  • 1896 Kuoni, eine Geschichte aus dem 30-jährigen Krieg
  • 1901 Gretchen Reinwald's letztes Schuljahr
  • 1902 Frieder
  • 1902 Drei Erzählungen für kleine Mädchen
  • 1904 Das kleine Dummerle und andere Erzählungen
  • 1907 Grimms Märchen
  • 1907 Lieschens Streiche und andere Erzählungen
  • 1907 Die Familie Pfäffling. Eine deutche Wintergeschichte; fortgesetzt 1910 mit Werden und Wachsen. Erlebnisse der großen Pfäfflingskinder
  • 1908 Gretchen Reinwalds erstes und letztes Schuljahr
  • 1901 Gretchen Reinwald's letztes Schuljahr
  • 1911 In der Adlerapotheke
  • 1912 Mutter und Tochter
  • 1913 Das Dienstmädchen
  • 1914 Im Thüringer Wald
  • 1914 Kriegsbüchlein für unsere Kinder
  • 1915 Ohne den Vater. Erzählung aus dem Krieg
  • 1915 Kriegsgeschichten
  • 1916 Ein geplagter Mann
  • 1916 Sechs Erzählungen für die Jugend
  • 1916 Regine Lenz, Ein geplagter Mann, hoch droben
  • 1917 Das Enkelhaus
  • 1920 Werden und Wachsen
  • 1922 In Not bewährt. 5 Erzählungen
  • 1922 Der junge Gärtner
  • 1922 Valentin Andrea und sein Patenkind
  • 1922 Der Wahrheit die Ehre!
  • 1923 Die Weihnachtskiste
  • 1924 Lili. Erzählung aus dem Leben eines mutterlosen Kindes
  • 1924 Johannes Ruhn. Feuerschau, Adlerapotheke
  • 1926 Ein Wunderkind und andere Erzählungen
  • 1926 Im Familienkreis
  • 1926 Der Vikar vom Heiligengrund (Erschienen in „Immergrün“)
  • 1927 Nach Hamburg
  • 1927 Erzählungen
  • 1938 Die Heimkehr und andere Erzählungen aus Krieg und Frieden

Theaterschauspiel[Bearbeiten]

  • 1895 Die Mutter unter ihren Kindern. Ein Büchlein für Mütter
  • 1912 Erziehen oder Werdenlassen?
  • 1916 Uschele hoch! Ein Lustspiel für das Haustheater in 3 Auftritten

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Das Agnes-Sapper-Haus der Diakonie Würzburg in der Friedenstraße ist nach ihr benannt. Nach ihr wurde 2016 die Agnes-Sapper-Straße im neuen Stadtteil Hubland benannt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Deutsche Biographische Enzyklopädie, Band 8, Seite 701. 2. Ausgabe 2007 K.G. Saur München 2007
  • Deutsche Biographische Enzyklopädie, Band 2, Seite 4. 2. Ausgabe 2007 K.G. Saur München 2007
  • Richard Zürrlein: Literatur im provinziellen Umfeld. in: Unterfränkische Geschichte. Hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günther Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 377-466; S. 451

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]