Adolf von Nassau

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König Adolf von Nassau

Adolf von Nassau (* um 1250; † 2. Juli 1298 bei Göllheim), ab 1277 Graf von Nassau-Weilburg, war von 1292 bis 1298 römisch-deutscher König.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Unter Vermittlung seines Onkels gelangte Adolf an den Hof Königs Rudolf I. von Habsburg, in dessen Umgebung er mehrfach bezeugt ist. Der König belehnte ihn 1286 Adolf mit dem Burghauptmannamt auf der Burg Kalsmunt in Wetzlar. Ein Jahr später wurde Adolf Burghauptmann auf Burg Gutenfels bei Kaub am Rhein.

Deutscher König[Bearbeiten]

König Rudolf I. von Habsburg, gelang es nicht, den böhmischen König Wenzel II. dafür zu gewinnen, der Wahl seines Sohnes Albrecht I. von Österreich zu seinem Nachfolger zuzustimmen. Nach dem Tod Rudolfs blieben die Bedenken Wenzels und der anderen Kurfürsten gegen Albrecht weiter bestehen. Daher schlug wohl der Kölner Erzbischof dem Kurfürstenkollegium Adolf von Nassau als König vor. Dieser erklärte sich für den Fall seiner Wahl bereit, den Kurfürsten umfangreiche Zugeständnisse zu machen und ihren politischen Forderungen zu folgen. Am 5. Mai 1292 kam es zur Wahl Adolfs und am 24. Juni zur Krönung in Aachen. Diese Versprechen brach er jedoch im Laufe seiner Herrschaft.

Ein Treffen zwischen dem Mainzer Erzbischof, dem Herzog von Sachsen und dem Brandenburger Markgrafen am 23. Juni 1298 führte zu einem Gerichtsverfahren gegen den König selbst, in dem er wegen zahlreicher Verbrechen angeklagt, darunter des fortgesetzten Landfriedensbruchs in Thüringen und des Bruches der Versprechungen an den Mainzer Erzbischof. Adolf wurde seines Amtes für unwürdig erklärt und die Königswürde wurde ihm aberkannt.

Seiner Amtsenthebung wollte Adolf jedoch nicht kampflos zustimmen. So entschied sich der Konflikt zwischen ihm und der fürstlichen Opposition in einer kriegerischen Auseinandersetung. Am 2. Juli 1298 trafen die Heere Adolfs und Albrechts in der Schlacht bei Göllheim aufeinander, in deren Verlauf Adolf im Kampf getötet wurde.

Bedeutung für Würzburg und Umgebung[Bearbeiten]

Die Rintfleisch-Verfolgung, eine flächendeckende Judenverfolgung, entstand in Röttingen im Zusammenhang mit den Thronstreitigkeiten zwischen Albrecht I. und Adolf.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]