Adolf Steinam

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Albert Steinam (* 2. August 1871 in Würzburg; † 1. März 1943 in Theresienstadt) war Kaufmann, Mitinhaber des Herrengarderobegeschäfts Steinam & Cie und Königlich-Bayerischer Hoflieferant

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Adolf Steinam wuchs in der kinderreichen Kaufmannsfamilie Seligmann Steinam und Babette Steinam in Würzburg auf. Mit seinem Bruder Bernhard führte er zeitweise das Familienunternehmen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach seiner Schul- und Berufsausbildung trat er in das elterliche Herrengarderobegeschäft "Steinam & Cie." ein, war zunächst Teilhaber mit dem Vater und dem Bruder Bernhard Steinam und nach 1912 Firmeninhaber. Er gliederte später eine Stoffhandlung an. 1911 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. 1931 gab er das Geschäft auf und verkaufte seine Firma. Ab 1939 wurde er seines Vermögens beraubt und 1941 aus dem Familienanwesen in der Martinstraße 11 vertrieben. Ab Oktober 1941 war er mit seiner Frau Thekla im Verwaltungsgebäude des Küdischen Friedhofs an der Faulenbergstraße einquartiert. Am 23. September 1942 wurde er ins KZ Theresienstadt deportiert und kam im März 1943 dort ums Leben.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Steinam war Mitglied der lokalen jüdischen Geselligkeitsvereine Club 1912 und Gesellschaft Casino (Casinogesellschaft), sowie im Verschönerungsverein Würzburg. Steina engagierte sich ab den 1930er Jahren im Jüdischen Kulturbund Würzburg.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Würzburger Stolpersteine[Bearbeiten]

Vor seinem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus in der Martinstraße wurde für ihn, seiner Ehefrau und seinem Bruder Isidor 2016 je ein Stolperstein verlegt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]