St. Matthäus (Rittershausen)

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Katholische Pfarrkirche St. Matthäus im Gaukönigshöfer Ortsteil Rittershausen
Freitreppe mit den Sandsteinfiguren der hll. Kilian und Nepomuk
Innenansicht der katholischen Pfarrkirche St. Matthäus

Die katholische Pfarrkirche St. Matthäus in Rittershausen liegt erhöht mitten im Ort.

Patronat[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche ist dem hl. Matthäus († nach 42 in Parthien) geweiht. Matthäus war ein Apostel. Die ersten drei Evangelien erwähnen, dass er zuvor Zöllner in der antiken Hafenstadt Kafarnaum war. Bekannt wurde er als Evangelist und er starb als Märtyrer. Gedenktag ist der 21. September.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits im 13. Jahrhundert bestand an der heutigen Stelle eine Matthäuskapelle, die 1615 um 10 Schuh [1] verlängert wurde. Von 1783 bis 1785 wurde, unter Beibehaltung des alten Turmes aus dem 13. Jahrhundert, eine neue Kirche gebaut. Die Pläne hierzu fertigte der Würzburger Baumeister Wucherer, die Bauausführung hatte der Maurermeister Martin Höffner (Höfner) aus Gaukönigshofen. Die Michaelsstatue, Kapitelle, Obelisken und Putti sowie das Schild für die Fassade arbeitete der Bildhauer Johann Michael Pfeuffer aus Hopferstadt [2], die Stuckierung stammt von einem Tüncher aus Heidingsfeld.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Kirche ist nach Norden ausgerichtet. Der eingezogene Chor ist rechteckig, das Langhaus besitzt drei Fensterachsen und eine Flachdecke. Die durch Pilaster [3] gegliederte Südfassade ist dreiteilig; ihr vorgebaut ist eine große Freitreppe, deren Wangen geschweift sind. Die Hauptfassade und Freitreppe sind flankiert von lebensgroßen Sandsteinfiguren der Heiligen Kilian und Johannes Nepomuk. Die Skulptur des Hl. Kilian wurde 1891 von der Gemeinde Rittershausen gestiftet und errichtet; die Skulptur des Hl. Johannes Nepomuk, die heute nur noch als Kopie erhalten ist, schuf der Kitzinger Bildhauer Johann Steuerwald im Jahre 1770.

Über dem in der Mittelachse eingebautem Portal mit reichprofiliertem Gewände [4] steht in einer Nische der Heilige Michael, darüber eine Kartusche mit Inschrift, links und rechts davon findet man in langgezogenen Nischen jeweils einen Obelisken, am Fuß je eine Putte mit Schriftschild. Der geschweifte Giebel wird durch zwei Pilaster mit ionisierenden Kapitellen geteilt. Im Mittelfeld eine Nische mit balkonartigem Vorbau, dessen Brüstung in Schmiedeeisen ausgeführt ist.

Der Kirchturm mit seinen vier Geschossen steht an der Stirnseite des Chores. Im dritten Geschoss finden sich romanische Schallfenster, deren Mittelsäulen sehr hübsche Kapitelle aufweisen. Darüber ein Gurtgesims über Rundbogenfries auf Ecklisenen. [5] Über dem nachgotischen Obergeschoss mit spitzbogigen Schallfenstern folgt als Abschluss ein Achteckshelm. An der westlichen Ecke des Turms sind Mauerreste des alten Langhauses als Strebepfeiler erhalten.

Innen erstrahlt das Gotteshaus nach aufwändiger Renovierung in neuem Glanz. Die Kirche besitzt eine reiche Stuckierung in klassizistischem Stil. Am Chorgewölbe befindet sich das Symbol des Heiligen Geistes in einer Strahlenglorie mit ringsum angebrachten Engelsköpfen. Das Langhaus wird an den Wänden von jeweils drei Pilastern mit hohem Sockel, kartuschenartigem Kapitell und Putten untergliedert mit darüber liegendem kräftigem Gesims mit Eierstab. [6] Die Hohlkehle der Decke ist mit reichen Festons [7] dekoriert, der Chorbogen und die Bögen vor den Konchen [8] der Seitenaltäre mit Kassetten. Über den Seitenaltären sind Zwickel [9] mit den Allegorien von Glaube und Hoffnung, über dem Chorbogen ein Schild mit der Schrift Ave Jesu, umrahmt mit Palmen und Muschelwerk. Das Zentrum der Langhausdecke schmückt ein Relief in flacher Stuckierung mit einem Kreuz in Strahlenglorie, umgeben von Engelsköpfen. Die Fensterleibungen und Pilasterfüllungen sind mit Trophäen stuckiert.

Die Kirche ist eine der stilreinsten klassizistischen Kirchenbauten Süddeutschlands. Das Kircheninnere ist im Empirestil ausgestattet.

Ausstattung[Bearbeiten]

Aus der Korrespondenz des Bildhauers Johann Georg Winterstein mit dem Pfarrer von Rittershausen aus den Jahren 1784 und 1785 geht hervor, dass seine Tätigkeit in der katholischen Pfarrkirche St. Matthäus viel umfangreicher ist, als bisher angenommen wurde. Die Schreinerarbeiten für den Hochaltar, die beiden Seitenaltäre und Kanzel wurden vom Büttharder Schreiner Kister übernommen, da Winterstein's Schreiner sehr viel zu tun hatte und die Verpflichtungen „vileicht biss Künfftige früh Jahr nit einhalten“ konnte. Am 12. September 1785 schrieb Winterstein dem Pfarrer, dass er die Platten für den Bodenbelag der Kirche besorgt habe, und in der Angabe mehrerer Einzelheiten zeigt sich, dass die ganze Innenausstattung in seinen Händen lag. Die Arbeiten zogen sich über mehrere Jahre hinaus und bis zum Ende des Jahres 1788 war die Ausstattung vollendet, allerdings quittierte Winterstein die Bezahlung des Tabernakels erst 1790.

Nach den Funden ist es offensichtlich, dass Winterstein auch den Entwurf für die reiche Stuckierung geliefert hat, die von einem Heidingsfelder Tüncher ausgeführt wurde. [10] Eine besonders starke künstlerische Wirkung erzielte Winterstein mit der Anordnung der Altäre zu einer einheitlichen Gruppe. Hierauf machen sowohl Dehio [11] und Karlinger [12] besonders aufmerksam. Die Komposition liegt in der Tendenz des Rokoko zugrunde, die davon ausging, jedes Einzelglied der Gesamtheit unterzuordnen. Aus diesem Grunde stellte man die Seitenaltäre schräg auf und verband sie mit dem Hochaltar zu einer Gruppe zusammen, deren Mittelpunkt im Hochaltar liegt. Auch in der katholischen Pfarrkirche St. Margaretha in Zimmern (Main-Tauber-Kreis) gab Winterstein im Jahre 1779 mit den schräggestellten Seitenaltären diese Anordnung, aber erst in Rittershausen kam es dadurch zu der unübertrefflichen Lösung, dass die Seitenaltäre in besondere Nischen eingearbeitet wurden und die Bögen dieser Conchen unmittelbar neben dem Chorbogen stehen. Jetzt geht der Blick von den Seitenbögen sofort zum Hauptbogen über und fasst so die drei Altäre zu einem einheitlichen Ganzen zusammen.

Hochaltar[Bearbeiten]

Der Hochaltar zeigt in seinem dreiteiligen Aufbau und der Bogenbekrönung über der Mitte eine gewisse Anlehnung an das Triumphbogenschema. Die sechs Säulen sind so angeordnet, dass die Seitenteile nach innen gebogen sind und die Mitte perspektivisch zurückweicht. Die Säulen mit ihren korinthisierenden Kapitellen stehen auf hohen Sockeln und tragen ein reiches, mehrfach abgesetztes Gebälk mit einem Fries, den sich kreuzende Palmzweige, Festons [7] und Rosetten schmücken. Das reich profilierten Gebälk ziert neben dem Eierstab [6] hier auch ein Kyma. [13] Die Bekrönung wird geprägt von einer gewissen Leichtigkeit und Durchbrechung: aneinandergekuppelte Ovale bilden Balustraden und den Bogen über der Mitte. Die seitlichen Konsolen tragen henkellose kleine Vasen mit niedrigen Füßen und Hälsen, während auf den äußeren Sockeln Gefässe mit breiten Leibern, leicht gebogenen Henkeln und flammenartigen Deckeln stehen.

Über dem Mittelbogen thront auf einer Wolke Gott Vater in der Strahlenglorie und hält die Weltkugel. Der Kopf des gekreuzigten Christus ist nach oben gerichtet, die Füße sind nebeneinander genagelt und die Hände ausgestreckt; das Lendentuch legt sich ganz flächig und in parallelen Falten dem Körper an. Die kniende Maria Magdalena ist plump und schwer dargestellt und wirkt mit ihren ausgebreiteten Armen reichlich langweilig. Hier kommt deutlich zum Ausdruck, wie sehr Winterstein die Anmut und der Anflug leichter Koketterie fehlt, mit dem Johann Peter Wagner seine Figuren umkleidet; auch ist es Winterstein versagt, den Zustand innerer Erregung darzustellen. Mit der Kreuzigungsgruppe in Verbindung stehen die ebenfalls lebensgroßen Maria- und Johannesfiguren auf den etwas vorgekragten Konsolen über den seitlichen Durchgängen. Die Zusammengehörigkeit wird formal dadurch erreicht, dass das Schwergewicht der wieder reichlich gedrungenen Gestalten auf dem nach innen gerichteten Bein ruht und ihre Oberkörper sich ebenfalls nach dieser Seite wenden. Die Figuren sind in Weiss und Gold gefasst, während die Architekturteile teilweise in gelblich-rötlichen Tönen marmoriert sind.

Tabernakel[Bearbeiten]

Das Tabernakel leuchtet ebenfalls Weiss und Gold zwischen den mittleren Säulen des Hochaltars. Mit Schuppenmuster gezierte Pilaster rahmen den dreiteiligen Bau ein. Innerhalb einer Höhe wird die Teilung in zwei Geschosse durch ein durchgehendes profiliertes Gesims mit Eierstab und Bandmuster vollständig klar durchgeführt. Über der ausgebogenen Tür schwingt das Gesims nach oben und bildet so den Sockel für das Kruzifix. Die beiden Stockwerke des Tabernakels sind in der Ausführung sowohl in den Trennungsgliedern als auch in den Feldern verschieden. Die Flachreliefmedaillons der oberen Seitenfelder geben durch die Bundeslade mit den Cherubim und den eucharistischen Tisch mit den Broten die Versinnbildlichung des alten und neuen Bundes. Mit der Arkadenstellung der drei Rundbögen, von denen der mittlere die Nische abschließt, die beiden seitlichen dagegen wieder luftige Hohlräume bilden, kehrte Winterstein in der Bekrönung in alte Bahnen zurück und gab sie beweglich und durchbrochen. Über diese Bögen und die Gitterbalustrade legen sich auf dem Gesims C-Schwünge in ganz leichter Rocaille im Gegensinn aneinander und tragen das von der Strahlenglorie umgebene, versilberte Lamm auf dem Buch mit den sieben Siegeln.

Seitenaltäre[Bearbeiten]

Bei den beiden Seitenaltären gruppiert sich alles um das Sakramentshäuschen in der Mitte. Das Häuschen selbst hat nahezu Kastenform, der Platz zum Aufstellen des Kruzifixes aber bildet leicht konkav gebogen zugleich den Sockel für die bekrönende Heiligenstatue und an diesen Sockel schließt sich der übrige Bau an. Er verbreitert sich seitlich in Teile hinter dem Häuschen, deren Innenfläche geschindelt ist. Zum ersten Mal treten die aufrechtstehenden ovalen Kränze auf. Mit diesem Motiv zeigt Winterstein seine Individualität, denn es findet sich bei keinem der übrigen Würzburger Künstler. Am Sockel erscheint ein weiteres, nur von Winterstein verwendetes Ornament. Hier legen sich Lorbeergehänge, die aus dem Aufbau kommen, in wellenähnlichen Linien gegeneinander und sind an ihren Schnittpunkten so verbunden, dass man den Eindruck hat, es handele sich um untereinander befestigte, immer kleiner werdende Kränze, die unten endlich in freie Enden auslaufen. Über den äußeren Voluten zeigt sich auch wieder ein neuer Vasentyp mit ganz schmalem Fuß und eckigem Leib, an dem Henkel sitzen.

Gegenüber den flachen Reliefdarstellungen an den Türen der Häuschen mit Palmzweigen, Kreuz und Lorbeerkränzen, die Wolken umgeben, sind die Reliefs der an den Seitenteilen aufgehängten und oben mit Festons umgebenen Medaillons weitaus plastischer. Am Seitenaltar auf der Epistelseite (östlicher Seitenaltar, da die Kirche noch Norden gerichtet ist) sind Christus und Maria in die Medaillons eingefügt, am westlichen Seitenaltar die heilige Familie und die hl. Monika.

Vor den Pilastern der Nischen stehen ganz unabhängig vom eigentlichen Altaraufbau hohe Konsolen mit Girlandenschmuck, und auf ihnen erheben sich lebensgroße Statuen. Auf dem östlichen Seitenaltar erhebt sich mittig der Kirchenpatron Matthäus mit nach oben gewandtem Blick, in der Rechten hält er das aufgeschlagenen Evangelienbuch und sein linker Arm holt zu einer Geste aus. Im Raum zwischen Arm und Körper fügt sich sein auf der Volute sitzender attributiver Engel ein. Wie um den Worten des Evangelisten zu lauschen, wenden sich ihm die beiden Frankenbischöfe Burkardus und Bonifatius zu. Bei den weiblichen Figuren des westlichen Seitenaltars ist kein solcher inhaltlicher Zusammenhang zu erkennen. Hier stellen die Heiligen Ottilia (rechts) und Lucia (links) eher die Verbindung zwischen den Gläubigen und der auf dem Drachen stehenden Mutter Gottes her.

Kanzel[Bearbeiten]

In der weiss- und goldgefassten Kanzel bringt Johann Georg Winterstein im Vergleich zu Johann Peter Wagner und Materno Bossi einen ganz anderen Typus. Er wählt eine elliptische Grundform [14] und bildet den Korpus nicht wie die beiden anderen Künstler unten wulstartig, sondern strebt nach einer geradlinigeren Form. Er umgibt des Korpus mit einem geraden Sockelband und lässt ihn nach oben leicht zurücktreten. Die Kanzel wurde unmittelbar an der Wand angebracht, wodurch das mit aneinandergelegten Ovalen und dem gleichen Kassettenschmuck wie am Sockelband gezierten Treppengeländer in gerade Linie an und ruft eine ruhige Wirkung hervor. Der sich verjüngende Schalldeckel trägt auf hohem, mit Festons [7] gezierten Sockel die Gestalt eines in die Posaune stoßenden Engels. Den unteren Rand des Schalldeckels schmücken Engelsköpfchen und schwebende Putten, die eine üppige, mit Quastenschnüren befestigte Rosengirlande in den Händen halten. Auf der Rückwand und dem Korpus befinden sind Reliefmedaillons, die mit nach oben strebenden Palmzweigen und Festons umgeben sind. Mit den Medaillons gibt Winterstein zum ersten Mal erzählende Darstellungen in Reliefform; es erscheinen dem Zweck der Kanzel entsprechendd Geschehnisse, welche die Macht des Wortes erweisen: die Vertreibung der Wechseler aus dem Tempel an der Rückwand, die Bergpredigt und der Sturm auf dem Meer.

Taufgruppe[Bearbeiten]

Die Taufgruppe hat Beziehung zum Taufstein, denn hinter dem ganz einfachen, im Halbrund der Wand angegliederten Becken zeigt sich in einer stichbogig geschlossenen Mauernische eine buntbemalte, südländische Stucklandschaft, in die vollplastischen Holzfiguren eingearbeitet sind. Die Hauptdarstellung bildet die Taufgruppe mit dem darüber schwebenden Heiligen Geist in Gestalt einer Taube. Hinter Jesus steht Johannes macht eine leichte Drehung zu Christus hin; in der rechten Hand hält er eine Taufschale. Gefertigt wurde die Taufgruppe 1785 vom Ochsenfurter Bildhauer Johann Adam Geßner. [15]

Übrige Einrichtungsgegenstände[Bearbeiten]

Auch die übrigen Einrichtungsgegenstände, wie Beichtstühle, Betstuhldocken, Chorgitter und Orgelgehäuse sind mit ihren einfachen Verzierungen vom Schreiner wohl nach Wintersteins Entwurf ausgeführt, so dass er uns hier als Urheber der ganzen einheitlich-geschmackvollen Ausstattung entgegentritt.

Die beiden Weihwasserkesselfiguren am Eingang zum Gotteshaus stammen, wie auch die Taufgruppe, vom Ochsenfurter Bildhauer Johann Adam Geßner und entstanden 1785. [16]

Wallfahrt[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche von Rittershausen liegt am Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg von Würzburg über Rothenburg ob der Tauber nach Ulm.

Pfarreisprengel[Bearbeiten]

Die Pfarrei St. Matthäus ist für die katholischen Christen des Ortsteils Rittershausen der Gemeinde Gaukönigshofen und für den Weiler Fuchsenmühle zuständig.

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Matthäus in Rittershausen gehört zur Pfarreiengemeinschaft „Zu den Schutzengeln im Gau“.

Seelsorger (Auszug)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Gertrud Hirsch: Johann Georg Winterstein 1743-1806: ein fränkischer Bildhauer des XVIII. Jahrhunderts. Heitz, Straßburg 1927
  • Hans Karlinger (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern. Band III. Regierungsbezirk Unterfranken. Teilband 1: Bezirksamt Ochsenfurt. München 1911, S. 203 - 208 (Archiv der Gemeinde Gaukönigshofen)
  • Georg Menth: Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Stadt Aub: Kunst und Geschichte, Band 2, Aubanusverlag, Wolfratshausen 1987, S. 238 ff.
  • Volk (Oberlehrer): Ortsgeschichte der Gemeinde Rittershausen. Gefertigt im Jahre 1926 (Archiv der Gemeinde Gaukönigshofen)

Weblinks[Bearbeiten]

Erläuterungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ein Schuh ist ein früher in vielen Teilen der Welt verwendetes Längenmaß, das je nach Land meist 28 bis 32 cm maß, in Extremfällen auch 25 und 34 cm. Es ist neben der Fingerbreite, der Handbreite, der Handspanne, der Elle, dem Schritt und dem Klafter eine der ältesten Längeneinheiten.
  2. Georg Menth: Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Aubanusverlag, Wolfratshausen 1987, S. 278 ff.
  3. Pilaster (lat. pila, Pfeiler), ein in den Mauerverbund eingearbeiteter Teilpfeiler, der auch als Wandpfeiler bezeichnet wird. Er kann tragende statische Funktion haben, muss diese aber nicht besitzen.
  4. Das Gewände oder die Ausschrägung ist die schräg in das Mauerwerk geschnittene, seitliche Begrenzung eines Portals, eines Fensters oder einer Schießscharte.
  5. Die Lisene (von frz. lisière „Saum“, „Rand“‚ „Kante“), auch Mauerblende, ist im Bauwesen eine schmale und leicht hervortretende vertikale Verstärkung der Wand.
  6. 6,0 6,1 Der Eierstab ist Zierleiste aus plastischen Ovalen, die von schmalen Stegen umrandet sind und von ähnlichen senkrechten Stegen voneinander getrennt werden. Der Eierstab ist am ionischen und am kompositen Kapitell anzutreffen, bei letzterem als Kriterium zur Bestimmung der Ordnung. Darüber hinaus ist der Eierstab als plastisches Ornament in der neuzeitlichen Architektur weit verbreitet.
  7. 7,0 7,1 7,2 Das Feston (franz. „Girlande“) ist ein in nahezu allen Kunstgattungen der bildenden und der angewandten Kunst verbreitetes Ornament, insbesondere in der Architektur und Raumausstattung. Als Feston wird auch eine arkadenförmige Bordüre zur Verzierung von Textilien bezeichnet. Nähere Informationen bei Wikipedia [1]
  8. Eine Konche (gr. konché; lat. concha, „Muschel“) ist in der Architektur eine Einbuchtung oder halbrunde Nische, die in der Regel nach oben mit einer Halbkuppel abgeschlossen ist. Im Kirchenbau kann eine Apsis oder eine Seitenkapelle als Konche angelegt sein.
  9. Als Zwickel oder Spandrille wird in der Architektur eine dreiseitig begrenzte Fläche bezeichnet. Die zweidimensionalen Bogenzwickel sind die Flächen zwischen einem Rundbogen und seiner rechtwinkligen Umrahmung (Alfiz).
  10. Rechnung über Einnahme und Ausgab Geld der neuerbauten Pfarr Kirch ad Stum Mathaeum in Riedershausen, Staatsarchiv Würzburg fasc. 733 Nr. 23399.
  11. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Band 1, Mitteldeutschland. Berlin 1924, S. 316
  12. H. Karlinger: Bezirksamt Ochsenfurt in Kunstdenkmälern von Unterfranken und Aschaffenburg, Band 1, Bezirksamt Ochsenfurt. 1911, S. 207 und 293
  13. Ein Kymation (Pl. Kymatia oder Kymatien), auch einfach Kyma (von grichisch κῦμα}} kyma „Welle“) ist eine fortlaufende Zierleiste mit friesartigem Ornament, meist an Fassaden oder Säulen. Sie kann plastisch ausgearbeitet oder auch nur aufgemalt sein und weist vorwiegend stilisierte pflanzliche Elemente auf. Weitere Informationen siehe Wikipedia [2]
  14. Die elliptische Grundform der Kanzel ist bei der Innenansicht von der Orgelempore besonders deutlich zu sehen.
  15. Pfarrarchiv Rittershausen, Bauakten. Gertrud Hirsch ordnet diese Skulpturen in ihrem Buch Johann Georg Winterstein 1743-1806: ein fränkischer Bildhauer des XVIII. Jahrhunderts. Heitz, Straßburg 1927 fälschlicherweise Johann Georg Winterstein zu.
  16. Georg Menth: Die Bildhauerfamilie Auwera in Aub. Stadt Aub: Kunst und Geschichte, Band 2, Aubanusverlag, Wolfratshausen 1987, S. 240

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