Wohngebäude Würzburger Straße 1 (Rottendorf)

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Wohngebäude in der Würzburger Straße 1 in Rottendorf

Das Wohngebäude Würzburger Straße 1, ehemals Gasthaus „Bayerische Krone“, ist ein Baudenkmal in Rottendorf.

Lage

Das denkmalgeschützte Gebäude befindet sich in der Würzburger Straße 1.

Geschichte

Ehemaliges Gasthaus „Bayerische Krone“ in der Würzburger Straße 1 in Rottendorf

Die Ursprünge des zweitältesten Gasthauses „Bayerische Krone“ reichen ins 18. Jahrhundert zurück. 1740 erbaute Georg Schneider ein Haus in der Würzburger Straße 1 (Haus-Nr. 103) und beantrage ein Schildrecht für sein späteres Gasthaus „Krone“. Diese Genehmigung, die das Aushängen eines öffentlichen Schildes, die Vermietung von Betten oder Zimmern und die Ausgabe von Speisen einschließlich Getränken beinhaltete, wurde jedoch erst dem späteren Besitzer Hofrat Großgebauer 1772 erteilt. Bereits 1770 hatte der Hofrat eine Brauerei in dem Gebäude errichtet. Mit dem Anschluss Frankens an das Königreich Bayern nannte sich das Gasthaus nach 1814 „Bayerische Krone“. Der Münchner Kaufmann und Bankier Joël Jakob von Hirsch auf Gereuth erwarb neben dem Gasthaus „Adler“ 1839 auch die „Bayerische Krone“, die von wechselnden Pächtern betrieben wurde. Mit dem Verkauf an Reichsrat von Deuster wechselten die Eigentümer des Wirtshauses häufig. 1894 erwarb Maria Rosenberger die Gastwirtschaft, die sie mit vier Gehilfen betrieb. Ab 1902 waren der Weingroßhändler Adolf Josef Stern und ab 1904 die Würzburger Kaufleute Siegfried und Adolf Stern als Gastwirte tätig. 1910 wurden die Bierbrauer Bachmann & Müller Eigentümer des Gasthauses, das über Fremdenzimmer, eine Gartenwirtschaft und eine Autogarage verfügte.

Der Metzger Fritz Wallrapp, der bereits seit 1912 in dem Anwesen der Weinwirtschaft Konrad eine Metzgerei betrieb, stellte 1925 ein Gastwirtschaftskonzessiosgesuch. Zu dieser Zeit entstand wohl auch das Ladengeschäft mit Fleisch- und Wurstwaren. Ein Treppenaufgang führte neben der großen Torbogeneinfahrt zum Eingang des Wirtshauses mit angegliederter Metzgerei. 1930 wurde Adolf Wallrap die Erlaubnis zum Betrieb der Gartenwirtschaft „zur Krone“ erteilt. 1932 übernahmen die Gebrüder Hochrein von der Brauerei in Kaltenhausen das Anwesen und stellten den Antrag, ein Schlachthaus mit Wurstküche in dem Anwesen einrichten zu dürfen. Das Bezirksamt Würzburg genehmigte das Vorhaben unter gewissen Auflagen, die eine dem Vorhaben entsprechende Ausstattung der Gasträume beinhaltete. Als weiterer Pächter folgte 1936 Adam Schaar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg richteten die amerikanischen Besatzungstruppen ihr Offizierskasino mit Kino im Kronensaal ein. Seit 1945 waren zunächst Georg Seybold und von 1949 bis 1952 die Flüchtlinge Alois Hauptmannl aus der Tschechoslowakei und Hans Grosser im Wirtsbetrieb tätig. Käthe und Georg Müller beklagten als anschließende Pächter bis 1954 den schlechten Zustand der Gaststätte. 1954 übernahm der Metzger und Gastwirt Georg Lauck das Gasthaus. In den 1950er Jahren wurde der Saal des Gasthauses regelmäßig zur Darbietung von Kinofilmen und für Tanzveranstaltungen genutzt. Bis 1967 wurde die Gastwirtschaft noch betrieben. Noch heute erinnert die „Bayerische Krone“ auf der Straßenseite im 1. Stock des Gebäudes an seine Vergangenheit.

Baubeschreibung

„Wohngebäude, zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Walmdach und barocken Gliederungen, 18. Jahrhundert.“

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

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