Zimbelgeläut

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Das Zimbelgeläut ist seit 2008 Teil des zwanzig Glocken umfassenden Geläuts des Würzburger Kiliansdoms.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Idee für das Zimbelgeläut [1] entstand bei der Feier des 750. Geburtstags der Lobdeburgglocke am Michaelstag 2008. Dompropst Weihbischof Helmut Bauer und der Glockensachverständige Siegfried Issig konnten Spender für den Guss der acht Zimbelglocken gewinnen. Die Glocken des Zimbelgeläuts wurden am 7. März 2008 in der ehemaligen Glockengießerei Perner in Passau gegossen. Weihbischof Bauer weihte das neue Zimbelgeläut am Ostermontag, 24. März, bei einer Feier im Kiliansdom. Am 3. April wurden die neuen Glocken in den Glockenturm der Kathedralkirche gezogen. In dem Turm hängen bereits die 750 Jahre alte Lobdeburgglocke, die die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg überlebte, sowie die große Salvatorglocke. Sie wurde 1965 zusammen mit den zehn anderen Glocken des nordwestlichen Turms gegossen. Das Zimbelgeläut ertönte erstmals zum Te Deum am Ende der Fronleichnamsprozession am 22. Mai 2008.

Bedeutung[Bearbeiten]

Mit Inbetriebnahme des Zimbelgeläuts verfügt der Würzburger Kiliansdom neben dem Kloster des Tempelritter-Ordens in München [2] [3] über das zahlenmäßig größte Geläut in Deutschland, von der 38 kg schweren Auferstehungsglocke des Zimbelgeläuts bis zur neun Tonnen schweren Salvatorglocke.

Technische Daten[Bearbeiten]

Das acht Glocken umfassende Zimbelgeläut erschallt in der tonhöheren Oktave, als die zwölf Glocken des Hauptgeläuts. Die Schlagtonfolge reiht sich dabei nahtlos ein.

Einzelglocken[Bearbeiten]

  • Frieden, 158 kg, Schlagton: g''
  • Kreuz, 109 kg, Schlagton: a''
  • Kapitel, 97 kg, Schlagton: b''
  • Chor, 68 kg, Schlagton: c'''
  • Augustinus, 46 kg, Schlagton: d'''
  • Salve Regina, 38 kg, Schlagton: es'''
  • Auferstehung, 38 kg, Schlagton: f'''
  • Bürger, Schlagton: g'''

Läuteordnung[Bearbeiten]

Einen Teil der neuen Läuteordnung legt fest, dass an an Fronleichnam zum Abschluss der Prozession alle 20 Glocken zu hören sind. Das Fronleichnamsgeläut ist zu Beginn der Prozession zu hören. Es setzt sich aus den zehn Großglocken und sechs Zimbelglocken zusammen. Das „Salve-Regina-Geläut“ läßt sieben Großglocken und fünf Zimbeln miteinander erklingen. Weitere Läutemotive mit den Glocken gibt es für Märtyrerfeste und den Aschermittwoch.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise und Einzelnachweise[Bearbeiten]