Lobdeburgglocke

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Lobdeburgglocke

Die Lobdeburgglocke ist die älteste und gleichzeitig einzig erhaltene Glocke des Kiliansdoms, die den Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 überstand.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Lobdeburgglocke wurde vom Domkapitel gestiftet und 1257 von Magister Cunradus Citewar in Würzburg gegossen. Weil sie 1933 aus dem Turm genommen und in die Sepultur [1] des Doms gebracht worden war, hat sie den Zweiten Weltkrieg überstanden, dem alle anderen Glocken des Doms zum Opfer fielen.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist der ehemalige Würzburger Bischof Hermann I. von Lobdeburg, der kurz vor seinem Tod den Auftrag für die Glocke erteilte.

Bedeutung[Bearbeiten]

Die Lobedeburgglocke hat aufgrund ihres hohen Alters bei der Amtseinführung von bislang 50 Würzburger Bischöfen und fast allen Weihbischöfen (bis auf vier) geläutet.

Technische Daten[Bearbeiten]

Die Lobdeburgglocke hat einen Durchmesser von 1.270 mm, eine Höhe von 1.700 mm und ein Gewicht von 1.386 kg. Gestimmt wurde sie auf den Schlagton es' und hängt im Südwestturm des Doms. Die Inschrift lautet: „Anno domini M.CC.LVII facta est hec campana a caplo. sub o. ctod. de Lobdeburc“. (Im Jahre des Herrn 1257 ist diese Glocke unter dem geweihten Priester Lobdeburg gemacht worden.)

Läuteordnung[Bearbeiten]

Jeden Freitag außerhalb der Karwoche erinnert sie um 15.00 Uhr an den Kreuzestod Jesu.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Thomas Wehner: Realschematismus der Diözese Würzburg. Dekanat Würzburg-Stadt 1992, S. 20
  • Für die lateinische Übersetzung bedanken wir uns beim Lehrkörper des Gymnasiums Raubling/Lkr. Rosenheim.

Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. lat. sepultura = Bestattung zu: sepelire, Sepulcrum: ist ein in der spätgotischen Baukunst entstandener Begräbnisraum für Äbte und Prälaten, auch Bischöfe und Pröpste innerhalb eines Klosters oder Stifts.