Wolfgang Zobel

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P. Wolfgang Zobel OSB (* 1523 in Röttingen; † 16. Mai 1563 in Schwarzach) war von 1556 bis zu seinem Tod Abt des Benediktinerklosters Münsterschwarzach,

Geistliche Laufbahn

Erst mit seinem Eintritt in die Abtei Münsterschwarzach in den Jahren 1535 oder 1536 wird Zobel urkundlich erwähnt. Wann er sein Gelübde ablegte ist nicht bekannt, Zobel stieg jedoch innerhalb des Klosters bald auf. Seine Niederen Weihen erhielt er am 22. März 1539, Subdiakon wurde er am 22. Mai 1540, bevor er ein Jahr später zum Diakon geweiht wurde. Die Priesterweihe empfing Zobel am 17. Februar 1543. Danach nahm er wichtige Ämter in der Klosterverwaltung wahr und wird 1556 als Prior genannt. Dieses Amt qualifizierte ihn für das Abtsamt, da die Abtei dringend Reformen benötigte, um die hohen Schulden abtragen zu können.

Abt in Münsterschwarzach

Nach der Absetzung seines Vorgängers im Frühjahr wurde eine Wahl angesetzt, die am 23. Juni 1556 unter dem Vorsitz des Würzburger Weihbischofs Georg Flach stattfand. Zobel begann mit Reformen innerhalb des Klosters. Er versuchte die klösterliche Disziplin wiederherzustellen, die unter seinem Vorgänger verfallen war. Hierzu gab er die Verwaltung des Klosters an den jüngeren Mönch Johannes Burckhardt, seinem späteren Nachfolger, ab und ernannte ihn zum Prior. Zobel kaufte auch den seit 1466 entfremdeten Zehnten in Kirchschönbach für das Kloster zurück. Abt Wolfgang gelang die Rückzahlung der angesammelten Schulden und die Abtei konnte weitere Verbesserungen in Angriff nehmen. Unter seiner Herrschaft wurde mit dem Bau einer Krankenstation für die erkrankten Konventsmitglieder begonnen.

Letzte Ruhestätte

Abt Wolfgang Zobel wurde in der Abteikirche vor der Säule des Dreikönigsaltars beigesetzt.

Siehe auch

Weblinks

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