Wegkreuz Schindplatz (Gaubüttelbrunn)

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Wegkreuz an der Kreisstraße WÜ 34 in der Gemarkung von Gaubüttelbrunn

Das Wegkreuz Schindplatz ist ein Baudenkmal in der Gemarkung des Kirchheimer Ortsteils Gaubüttelbrunn.

Standort

Das Kruzifix steht in einer Kurve an der Kreisstraße WÜ 34 zur Eulenmühle.

Geschichte

Segnung des Wegkreuzes am Schindplatz nach dessen Restaurierung im Jahre 1996

Die Motive, die zur Errichtung des Wegkreuzes im Jahre 1920 geführt haben, lassen sich heute nur noch annähernd zurückverfolgen. Die Inschrift im Sockel gibt darüber Auskunft, dass Jakob Pfeuffer und seine Ehefrau Margareta, geborene Fuchs, damit ein „in harter, schwerer Zeit“ gegebenes Versprechen einlösten. In diesem Zusammenhang denkt man unwillkürlich an die Sorgen des Ersten Weltkrieges, an die wirtschaftliche Not der Kriegs- und Nachkriegsjahre. Ältere Dorfbewohner erinnern sich ferner, dass in jenen Jahren eine Maul- und Klauenseuche viele Ställe heimgesucht hat. Auf diesen Standort des Kreuzes, das nicht auf Pfeuffers Privatgrund, sondern „am Schindplatz“ aufgestellt wurde.

Neben Dankbarkeit bringt dieses Kreuz zum Ausdruck, aus welch tiefem Gottvertrauen die Stifter lebten. Die Worte Jesu aus dem Lukas-Evangelium - in den Sockel eingeschrieben - stehen für eine tiefe Frömmigkeit, ein Motiv, welches für Altlandwirt Wendelin Haaf, einen Großneffen des kinderlos gebliebenen Stifterehepaars ausschlaggebend war, zusammen mit seiner Frau Emilie die Restaurierung des Wegkreuzes im Jahre 1996 zu veranlassen. Die Restaurierung wurde zum Anlass genommen, für das Kreuz einen günstigeren Standort zu suchen als den ersten Platz direkt am Straßenrand, wo es durch Streusalz beschädigt wurde. In der nun höheren Lage, nur wenige Meter vom früheren Standort entfernt, kommt das Kreuz besser zur Geltung.

Das Kreuz restaurierte der ortsansässige Steinmetz Klemens Senn. Besonders der Korpus war stark verwittert, an einigen Stellen mussten kleine Teile ergänzt werden. Risse entlang der Maserung der Steines musste Senn vor dem Eindringen von Feuchtigkeit schützen. Als zusätzlichen Schutz fertigte der Allersheimer Spengler Adolf Kröhan ein neues Dach aus Kupferblech an. Beim Flurgang am 5. Mai 1996 wurde das Kreuz von Ortspfarrer Karl Rügamer gesegnet. [1]

Beschreibung

„Wegkreuz, Kruzifix auf Sockel mit geschwungener Deckplatte, um 1900.“

Inschriften

  • Sockel: Wer sein / Kreuz nicht trägt / und mir nachfolgt, / Kann mein Jünger / nicht sein. / Luk. 14,27

Bildergalerie

Siehe auch

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Main-Post: „Die Frömmigkeit der Vorfahren“ (30. April 1996)

Kartenausschnitt

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