Studentenstein

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Der Studentenstein
Studentenstein um 1927

Der Studentenstein ist ein Denkmal im Ringpark nahe des Hauptgebäudes der Universität. Er besteht aus einem 22 Tonnen schweren Quader aus Odenwälder Granit.

Entstehung[Bearbeiten]

Der Studentenstein wurde am 17. Juli 1927 anläßlich des 10. Deutschen Studententags der Öffentlichkeit übergeben. Der Standort war zunächst weiter westlich in Richtung Huttenschlösschen. Der Stein war damals mit den Ecken der Standfläche auf vier kleinere Steinquader aufgesetzt und nach oben mit einem Pyramidendach versehen, das auf der Spitze einen vergoldeten Adler mit gespreizten Flügeln trug. Die Vorderseite des Steinblocks zeigte Hände, die - im Halbkreis angeordnet - nach einem Schwert greifen. Die Rückseite trug in Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Studenten die Inschrift: "Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen. Die deutsche Studentenschaft ihren Gefallenen". Darunter war eine symbolische Eiche mit den Beginn und Ende des Krieges bezeichnenden Jahreszahlen 1914-1918 versehen.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Studentenstein als sogenannter „Langemarckstein“ gefeiert und als Ziel für Parteiaufmärsche eingesetzt. Dafür wurde er leicht versetzt, ein Hakenkreuz wurde angebracht und der Adler vergrößert.

Heutiges Denkmal[Bearbeiten]

Mit einem Standortwechsel und der äußerlichen Umgestaltung durch den Bildhauer Hubertus Pilgrim erfuhr der Studentenstein 1957-59 auch eine inhaltliche Neuorientierung zum Mahnmal für die Gefallenen beider Weltkriege. Die aufgesetzte flache Pyramide samt Adler verschwand ebenso wie die Sockelquader. Die Inschrift lautet nunmehr: "Die Deutsche Studentenschaft [1] im Gedenken an den Tod - das Opfer - das Vorbild". Die Bronzereliefs versinnbildlichen Tod, Trauer und Auferstehung.

Schändung[Bearbeiten]

Am 27. Januar 2012 wurde der Studentenstein durch eine mit Farbe gefüllte Flasche verunreinigt. Es entstand ein Sachschaden von circa 300 Euro. Zu der Tat bekannte sich eine linksextreme Gruppe. [1] Zu einer weiteren Schändung kam es in der Nacht zum 13. Januar 2013 durch Linksextreme. [2] [3]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]